Lampertheim

Kampagne fürs Image

Archivartikel

Uwe Rauschelbach über die Schnakenplage und ihre Folgen

Das hat selbst den Experten beeindruckt: Mehr als 1000 Schnakenlarven wurden in Lampertheim nach dem ersten Hochwasser in diesem Frühjahr gezählt. Lampertheim war mit seinen Altrheinlandschaften auch in diesem Jahr einer der Hotspots der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS). Auf das Naturschutzgebiet legen die Bekämpfer ein Hauptaugenmerk. Sie tun das nicht aus sadistischem Antrieb den Insekten gegenüber – sondern um die Bevölkerung vor den Folgen der unkontrollierten Ausbreitung von Stechmücken zu schützen.

Wie sich das anfühlt, wenn genau das unterbleibt, konnten die Bewohner Lampertheims in diesem Jahr feststellen. Schon tagsüber fielen die Plagegeister über einen her, sobald man sich in den eigenen Garten wagte. Und wer abends beim Radfahren eine Pause auf der Bank einlegen wollte, wurde schnell wieder vertrieben. Besser bei knapp Tempo 30 über den Rheindamm heizen, als sich von blutrünstigen Vampiren anzapfen lassen. Nie erschienen die Dienste der KABS kostbarer als in den vergangenen Wochen.

Das mag der Aktionsgemeinschaft zugute kommen, muss sie doch – etwa gegenüber leidenschaftlichen Naturschützern – ihre Einsätze bis heute immer wieder legitimieren. Eine bessere Imagekampagne als die Schnakenplage 2019 konnte sich die KABS deshalb nicht wünschen.

 
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