Lampertheim

Jahreshauptversammlung Uneinigkeit beim VfB Lampertheim

Kampfabstimmung um Jugendleitung

Lampertheim.Bei der Jahreshauptversammlung des VfB Lampertheim ging es diesmal etwas turbulenter zu. Vor allem, als der Nachwuchsbereich in den Blick rückte. Sechs Jugendmannschaften mit insgesamt 90 Spielern ziehen derzeit das Trikot der Grün-Weißen über, doch von Zufriedenheit darüber war wenig zu spüren.

Grund dafür war die Abmeldung der B-Jugend in der Winterpause, einhergehend mit dem bevorstehenden Weggang einiger Kicker, die schon seit vielen Jahren für den VfB die Schuhe schnüren. Eine Wortmeldung beklagte dies und beschuldigte Verantwortliche eine mögliche Fusion mit den B-Junioren des Turnvereins nicht angemessen verfolgt zu haben. Die lautstarke Auseinandersetzung gipfelte in einer Kampfabstimmung bei der Wahl des neuen Jugendleiters. Die amtierende Leiterin trat somit gegen Jugendtrainer Akeem Ojeaga an, der sich zuvor sehr deutlich gegen Kooperationen mit dem TV ausgesprochen hatte. Seiner Meinung sei eine Fusion zwischen dem VfB und dem TV so, „als würde man Schalke 04 und Borussia Dortmund zusammenführen“. Das Resultat der Abstimmung zeigte den Riss, der in dieser Frage durch den Verein geht: 21 Stimmen gab es für Richter und 27 für Ojeaga, der ab sofort als Jugendleiter fungiert.

Zu Beginn der Sitzung hatte Erster Vorsitzender Markus Köcher in seinem Jahresbericht auf einige erfolgreiche Veranstaltungen des Clubs zurückgeblickt. Der Vatertag 2018 war mit über 600 Besuchern gut frequentiert, ebenso die Kerwe, wo man ebenfalls Hunderte von Gästen bewirten durfte. Köcher dankte den zahlreichen Helfern, die die für den Verein lebenswichtigen Aktionen erst möglich machten.

Mit der Ersten Fußballmannschaft zeigte er sich weniger zufrieden. „Sie soll eigentlich unser Aushängeschild sein, das konnte ich in der zurückliegenden Saison aber nicht immer erkennen“, gab er sich auch selbstkritisch und merkte an, in den vergangenen Monaten einige Fehler gemacht zu haben, die unnötig Unruhe in den Verein gebracht hätten. Dennoch stellte er sich erneut zur Wahl, „um den VfB wieder in die richtigen Bahnen zu lenken“.

Der zweite Vorsitzende Joachim Brockmann hatte dann die Aufgabe, über die Aktivitäten der Alten Herren zu informieren. Er charakterisierte die Abteilung als sehr agil. Die Teilnahme an Turnieren gehörte 2018 genauso zum Geschehen wie zahlreiche gemeinsame Ausflüge. Brockmann lobte die Senioren auch dafür, dass sie stets viele Helfer für die vom Verein ausgerichteten Aktivitäten zur Verfügung stellen.

Die Zahl der Mitglieder sank in den abgelaufenen zwölf Monaten von 323 auf 307, trotzdem sei die Finanzlage weiterhin stabil, hieß es bei der Sitzung. jkl

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