Lampertheim

WSV Lampertheim Merlin Treuer und Simon Specht gewinnen im Zweier Silber- und Bronzemedaille / Janek Soballa jubelt über Rang zwei im K1 über 2000 Meter

Kanuten paddeln bei DM aufs Podest

Lampertheim.Die deutschen Meisterschaften im Kanurennsport fanden auf der Olympischen Strecke in München statt. Der Wassersportverein Lampertheim setzt seine Serie fort und erreichte wieder Medaillenplätze: Am Ende standen zwei Silber- und eine Bronzemedaille. Außerdem erreichten die Kanuten elf Plätze in den A-Finalrennen.

Der stärkste Mannschaftsteil des WSV war ohne Zweifel die männliche Jugend mit Merlin Treuer und Simon Specht. Sie starteten in fünf Rennen, und in allen kam einer der beiden ins A-Finale. Im Einer über 500 und 1000 Meter kam Merlin Treuer ins Finale und belegte die Plätze sechs sowie acht. Simon Specht kam über 200 Meter ins A-Finale, erreichte einen tollen sechsten Rang - und trotzdem war es schade: Wäre er drei Zehntel schneller gewesen, er wäre noch 2017 ins Nationalmannschaftstrikot gefahren.

Der Zweier mit Merlin Treuer und Simon Specht hatte bei den Frühjahrsregatten gute Ergebnisse erreicht, diese Leistungen bestätigte das Duo eindrucksvoll. Vor- und Zwischenläufe liefen optimal, und sie erreichten alle Finals. Über 500 Meter ließen sie die Herzen der WSV-Fans höher schlagen und erreichten in einem tollen Endspurt Bronze. Im Finale über 1000 Meter waren sie nach einem wahren Mammutprogramm nicht mehr so frisch, dennoch wurde es ein sechster Platz. Ihr Meisterstück machten sie im abschließenden 5000-Meter-Rennen: Nach einem tollen Rennen stand am Ende die Silbermedaille.

Trotz Rempler die Nerven behalten

Auch die männlichen Schüler zeigten Topleistungen in München: allen voran Janek Soballa. Nach einem Rempler im 1500-Meter-Lauf am ersten Wettkampftag wurde er in der Laufdiszplin allerdings auf den letzten Platz gesetzt. Damit war die schon fast sicher geglaubte Medaille weg, auch wenn er durch gute Leistungen in den Paddeldisziplinen - Platz zwei über 100 Meter und Platz drei über 1000 Meter - noch nach vorne kam. Es reichte nur noch für den sechsten Rang. Das musste der junge Sportler erst einmal verkraften. Im Einer über 500 Meter sah alles gut aus: Im Finale wollte er unbedingt seine ersehnte Medaille erringen, verkrampfte aber und musste sich mit dem sechsten Platz begnügen. Zum Abschluss ging es auf die Langstrecke. Vom Start weg ging er in Führung, um in kein Gerangel zu kommen. Janek Soballa behielt die Nerven, fuhr sein Rennen sicher zu Ende und holte sich mit Silber die ersehnte Medaille.

Der Vierer in der Schülerklasse A mit Lukas Schühle, Heiko Gräf, Philipp Reiber und Janek Soballa war vor der deutschen Meisterschaften ein bisschen das Sorgenkind der Trainer: Das Boot holte nicht die Ergebnisse, die es nach den Einerleistungen holen müssten. Der WSV hatte viele unterschiedliche Besatzungen im Training und Wettkampf getestet, und schon im Vorlauf sah man ein anderes Team. Das Ziel "Finale" erreichten die Jungs problemlos, dort kamen sie auf den siebten Platz. Auf der Langstrecke konnten sich Lukas Schühle, Heiko Gräf, Philipp Reiber und Lucas Gotha auch noch unter den Top-Ten platzieren und wurden Neunter. Anton Klose errang im Einer in einem starken Feld Platz 14. Für die weiblichen Jugendfahrerinnen Lea Custodis und Sarah Bauer gab es Platz 13 im K2 über 500 Meter. Sarah Bauer kam zudem im Boot von Hessen ins Finale und wurde dort Achte. Franka Thierfelder und Klara von Allwörden (Schülerinnen A) waren zum ersten Mal bei einer Deutschen Meisterschaft am Start. Sie wurden im Hessen-Vierer Siebter. Die Herren der Leistungsklasse des Wassersportvereins waren nur durch Björn Barthel in München vertreten. Er fuhr im Einer über 200 Meter tolle Vorrennen und kam ins Finale. Dort errang er einen neunten Platz. red

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