Lampertheim

Hofheim Nicole Knecht leitet den Chor Cäcilia

Keine Angst vor großen Fußstapfen

Archivartikel

Hofheim.Nicht nur die aktuelle Pandemie sorgt im Katholischen Kirchenchor und Gesangverein Cäcilia für einen drastischen Einschnitt in diesem Jahr. Nach 51 Jahren reicht Werner Stöckel den Dirigentenstab an Nicole Knecht weiter, die offiziell seit der zurückliegenden Jahreshauptversammlung im Amt ist (wir berichteten).

Die neue Dirigentin hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, die Nachfolge Stöckels anzutreten, wie sie im Gespräch mit dieser Redaktion verrät. Singstunden mit dem Chor sind nach wie vor nicht möglich, das Canisiushaus als eigentlicher Probenraum ist zu klein, ein Ersatzort steht nicht zur Verfügung. Die Bereitschaft der 46 aktiven Sängerinnen und Sänger, im Freien zu proben, war nicht hoch. Einige zählen zur Risikogruppe, erwägen auch aus Altersgründen mit dem Singen aufzuhören.

„Wann die nächste Singstunde sein wird, weiß ich nicht“ so die 37-jährige Sozialversicherungsfachangestellte. Nicole Knecht nutzt die freie Zeit dazu, den vorhandenen Fundus an Notenmaterial zu sichten. Sie hofft dabei auch, Stücke aufzustöbern, die die Sänger noch nicht kennen. Einerseits möchte sie den Bestand erhalten und entsprechend weiterführen, andererseits soll auch neues Material angeschafft werden. Ihren Abschluss als Chorleiterin und Organistin hat Nicole Knecht von 2005 bis 2007 am Institut für Kirchenmusik in Mainz gemacht. Das Singen ist ihr Hobby: „Musik war mir schon immer wichtig“, blickt Nicole Knecht zurück. Angst vor den großen Fußstapfen, die Werner Stöckel hinterlässt, hat sie nicht. Schließlich bringt sie bereits reichlich Erfahrung als Dirigentin mit, leitet seit mehr als zehn Jahren in Worms-Neuhausen den kleinen und jungen Chor „Vox Amenda“, der überwiegend neues geistliches Liedgut singt. Mit diesem 15-köpfigen Chor hat Knecht auch schon an Konzerten teilgenommen, geprobt wird alle zwei Wochen.

Erste Wahl fürs Dirigentenamt

Von ihrem Vorgänger bei „Cäcilia“, bekannt für dessen akribische Vorgehensweise und Disziplin, hat Knecht nach eigener Aussage viel gelernt und mitbekommen. Ihre Motivation will sie speziell an die jungen Sänger weitergeben. In Hofheim galt die 37-Jährige von Beginn an als erste Wahl für das Dirigentenamt. „Es war so gewünscht“, kann Knecht auf enorme Rückendeckung des Vorstands bauen. Jetzt hoffen die neue Chorleiterin und alle Aktiven darauf, dass es bald wieder losgeht mit dem Singstundenbetrieb. fh

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