Lampertheim

Wohnungsbau Genossenschaft wundert sich über CDU-Fraktion

"Keine Partei ist als solche Mitglied"

Lampertheim."Mit großer Überraschung und noch größerem Unverständnis" habe der Vorstand der Baugenossenschaft Lampertheim die Aussagen der CDU-Fraktion im Lampertheimer Stadtparlament über die Arbeit der Baugenossenschaft zur Kenntnis genommen, die in einem Bericht des "Südhessen Morgen" zum Thema Sozialer Wohnungsbau am Montag veröffentlicht wurden. Dies teilt die Baugenossenschaft mit.

Schriftlich habe sich die Genossenschaft nun an Anton Schugschdinis und Edwin Stöwesand von der CDU gewandt und um ein persönliches Gespräch gebeten. Wie Isabella Pintac als Geschäftsführerin der Baugenossenschaft in dem Schreiben ausführt, wunderten sich die Verantwortlichen über die kritischen Aussagen vor allem deshalb, weil es seitens der CDU keinerlei Versuche gegeben habe, "mit uns in Kontakt zu treten".

In dem Bericht war von einer "erzwungenen Untätigkeit in der Baugenossenschaft" die Rede. Es sei schleierhaft, wer oder was damit gemeint sei. Pintac weist darauf hin, dass aktuell an der Realisierung eines Mehrfamilienhauses im sozialen Wohnungsbau mit 20 Wohnungen gearbeitet werde. Den Vorwurf, dass die Baugenossenschaft damit überfordert sei, preiswerten Wohnraum zur Verfügung zu stellen, weist die Geschäftsführerin weit von sich: Es erschließe sich nicht, woraus die CDU diese Einschätzung ableite.

In den Jahren 1992 bis 1998, also einem recht kurzen Zeitraum, habe die Genossenschaft 136 neue Wohnungen errichtet. Damals sei die öffentliche Hand für den Bau von Sozialwohnungen dankbar gewesen. Heute hingegen müsse man "sich schon fast rechtfertigen, wenn man eine Sozialwohnung baut".

Jeder kann Mitglied werden

Auf die Klage der Christdemokraten darüber, dass kein Vertreter der CDU in der Baugenossenschaft vertreten sei, entgegnet Geschäftsführerin Isabella Pintac: "Keine politische Partei ist als Partei in der Baugenossenschaft. Eine Genossenschaft besteht aus Einzelmitgliedern, die auf einer Mitgliederversammlung den Aufsichtsrat wählen, der wiederum den Vorstand bestellt. Wer aktiv werden will, muss Mitglied werden und sich in die Gremien wählen lassen." red

Das Wichtigste von heute
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel