Lampertheim

Keine Skrupel mit Linken?

Archivartikel

Marius Schmidt, Vorsitzender der SPD-Fraktion Lampertheim

Herr Schmidt, es ist noch nicht lange her, dass führende SPD-Politiker Kopf und Kragen riskierten, wenn sie sich zu viel Nähe mit den Linken leisteten. Nun können ehemalige Linke problemlos zur SPD wechseln. Sind damit alle Skrupel beseitigt?

Marius Schmidt: Mit der Aufnahme von Serdar Canoglu und Jan Richter gab es in der Tat keine Probleme. Beide kommen aus der Gewerkschaftsarbeit und wir haben sie auch deshalb sehr gerne bei uns aufgenommen.

Bedeutet das, dass die Lampertheimer SPD stärker nach links rücken wird?

Schmidt: Das bedeutet, dass der gewerkschaftliche Teil der Mitgliederschaft und die der Arbeitnehmer gestärkt wird. Wir begrüßen diese Entwicklung außerordentlich. Denn die Situation der Beschäftigten und deren konkrete Probleme interessieren uns als Sozialdemokraten sehr.

Im Zusammenhang mit der Thüringen-Wahl wurde angesichts der Stärke von Linken und AfD der Verlust der Mitte beklagt. Teilen Sie diese Besorgnis?

Schmidt: Die Entwicklung in Thüringen folgt einigen regionalen Besonderheiten. Die SPD macht Politik für ein breites Wählerspektrum. Ob man das „die Mitte“ nennen sollte oder nicht, sei dahingestellt. Mir ist es wichtig, für den demokratischen Konsens zu arbeiten. Dazu leistet auch die Lampertheimer SPD ihren Beitrag. urs

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional