Lampertheim

Landfrauen Jungen und Mädchen bekommen im Betrieb der Familie Billau Einblick in die Arbeit von Landwirten

Kinder erkunden Bauernhof

Archivartikel

Lampertheim.Mit ihren Kindern an der Hand laufen Mütter die Erntewege entlang, bücken sich und gleich darauf halten sie große rote Erdbeeren in den Händen. Strahlend beißen sie in die aromatischen Früchte hinein. Sie dürfen sich ein Schälchen voll pflücken und später mit nach Hause nehmen. Bald sind die Hände und Münder der Mädchen und Jungen vom Fruchtfleisch der Erdbeeren rot verschmiert.

Marita Billau, Vorsitzende der Bezirkslandfrauen, hat die Landfrauen aus dem Ried mit ihren Kindern auf eines der Felder ihres Familienbetriebs eingeladen. Manche Kinder kennen die landwirtschaftlichen Produkte tatsächlich nur vom Bauernladen oder Supermarkt. „Und deshalb soll der Nachwuchs erfahren, wo und wie regionales und saisonales Gemüse und Früchte wachsen“, so Marita Billau. „Außerdem wollen wir den Kindern Interessantes über die leckeren und gesunden Lebensmittel vermitteln.“ Beispielsweise auch, dass die Erdbeeranlagen mit viel Sorgfalt und Handarbeit gepflegt und die reifen Früchte von fleißigen Helfern behutsam von Hand gepflückt werden, bevor sie in die Läden kommen und schließlich zu Hause in der Schüssel landen.

An dem Nachmittag gibt es dann auch viel Neues für die kleinen Erntehelfer zu entdecken. Nach dem Probieren der roten Feldfrüchte dürfen die Besucher die große Fahrzeughalle besichtigen. Ein mächtiger, roter Kartoffelroder, eine Erntemaschine, zieht die Blicke auf sich. „Der Vollernter befördert die Knollen aus der Erde“, erläutert Billau. Die älteren Kinder sind nicht mehr zu halten und dürfen mit Hilfe der Erwachsenen auf die Maschine klettern.

Viel Handarbeit

Nur wenige Meter entfernt geht die Besichtigung weiter. Dort steht die Halle von Billaus Tochter Konstanze und Schwiegersohn Ciprian Pantiru, in der die Knoblauchernte gesäubert und gelagert wird. Schon am Eingang der Halle weht den Besuchern ein Knoblauchduft entgegen. Rumänische Erntehelfer putzen die frisch geernteten Grünzwiebeln.

„Das muss alles mit der Hand gemacht werden“, erklärt Sabine Köpplinger ihrer fünfjährigen Tochter Fenja. Die Lampertheimerin weiß, für die Pflege und besonders für die Ernte von Gemüsekulturen ist viel Handarbeit nötig. Und darum sei es für die Kinder gut, einen Einblick in die Landwirtschaft zu erhalten, damit sie die mühevolle Arbeit schätzen lernen.

Anschließend sehen die Kinder beim Stechen von Bleichspargel zu. Die charakteristischen Dämme sind schon von weitem zu sehen. Wieder geraten die Mädchen und Jungen ins Staunen. Konstanze Pantiru erklärt, dass der Bleichspargel gestochen werden muss, bevor Licht daran kommt, damit er weiß bleibt.

„Die Kindergruppe soll auch weitere Höfe und Betriebe erkunden. So wollen wir auch die Arbeit eines Winzers kennenlernen“, erklärt Marita Billau abschließend.

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