Lampertheim

Stadtbücherei Projektreihe von Bildungsministerium und Deutschem Bibliotheksverband

Kinder programmieren ihre eigene Spielwelt

Lampertheim.Die Acht- bis Zehnjährigen arbeiteten konzentriert. Sie wollten zum Ergebnis kommen. Es war der vierte Montagnachmittag und damit der Abschluss der Projektreihe „Kids programmieren ihre Welt“ in der Stadtbücherei. Im Finale ließen sie ein digitales Spiel entstehen, dass sie am Abend ihren Eltern vorstellten. Gemeinsam wurde dann ein kleines Abschlussfest gefeiert.

Projektleiter Alexander Weiß, Büchereileiterin Barbara Burkard und Lesepatin Gabriela Pietraß standen den jungen Programmierern mit Rat und Tat zur Seite. Das Projekt wurde vom Deutschen Bibliotheksverband und dem Ministerium für Bildung und Forschung in der Projektreihe „Total Digital! Lesen und erzählen mit digitalen Medien“ ausgewählt und erhält dadurch eine nicht unerhebliche finanzielle Unterstützung.

„Die Fördersumme beträgt 2600 Euro“, erklärte Burkard. Das Projekt ist eine Kooperation mit der Schillerschule und möchte vor allem Kinder ansprechen, die einen erschwerten Zugang zu Bildung haben.

Neben Schülern der Schillerschule waren auch Kinder der Tagesgruppe Orbishöhe in die Bücherei gekommen. Ziel der Veranstaltung war es, die Schüler über die Inhalte des Buches „Hello Ruby, programmier dir deine Welt“ – mit ihren Abenteuern in Form von Übungen, Spielen und Apps – die Grundkenntnisse der Programmierung aufzuzeigen. In weiteren Schritten wurden kleine Roboter programmiert, eine digitale Spielumgebung mit Hintergründen und Helden programmiert.

Farben stehen für Elemente

Bald waren die Kinder vom Programmieren gepackt. Vorerst diskutierten sie noch über die Farben, bevor sie die Einzelteile mit Buntstiften auf das ausgegebene Papier brachten. Sie malten die vorgedruckten kleinen Würfel aus. So wurden etwa Blau für das Wasser genommen und Grün für den Boden. Denn in der digitalen Spielwelt steht jede Farbe für ein anderes Element.

Durch die Verknüpfung aus analogem Gameboard des Bloxels-Sets und der App wurden die unterschiedlichsten Spielwelten zum Leben erweckt. Auf dem Gameboard konnten mittels der kleinen farbigen Würfel Grafiken und Objekte gelegt werden, die später mit Hilfe der Kamerafunktion der Bloxels-Builder-App durch eine Bildaufnahme digitalisiert wurden.

„Wir wollen den Kindern die Sprache der Computer, das Programmieren näher bringen“, betonte Barbara Burkard, die sich helfend unter die Schüler gemischt hatte. Ruby löst ihre Alltagsprobleme, indem sie die Aufgaben in Teilschritte zerlegt und Lösungen findet. Die Vorgehensweise steckte die Schüler an, sie konnten es dann auch kaum erwarten, die in jedem Absatz aufgeführten Übungen nach ihren Ideen umzusetzen. roi

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