Lampertheim

Sommertour CDU besichtigt neuen Anbau am Hofheimer Familienzentrum / Auch Entwicklung des Ortskerns im Auge

Kinder sollen bis Dezember einziehen

Archivartikel

Hofheim.Die Sommertour der Christdemokraten machte jetzt Halt am katholischen Familienzentrum in Hofheim, um sich ein Bild über die Sanierung und Erweiterung zu machen. Der Rohbau des 900 000-Euro-Projektes wurde gerade fertiggestellt. Bis zum Dezember, so rechnet Gerhard Keim vom Verwaltungsrat der Pfarrei, sollen die Räumlichkeiten nutzbar sein. Daran aber wird sich die Sanierung des sogenannten Alt- und L-Baus anschließen.

„Hofheim wächst“, stellte Edwin Stöwesand in seiner Begrüßung fest, „somit muss auch die Kinderbetreuung und Infrastruktur an verschiedenen Stellen mitwachsen“. Eine dieser Stellen ist das Familienzentrum. Ortsvorsteher Alexander Scholl ging auf die Historie der Baumaßnahme ein, die ursprünglich als reine Sanierung vorgesehen war. Durch den zusätzlichen Betreuungsbedarf für Kinder über drei Jahren wurde dann jedoch die Planung angepasst. Die Einrichtung ist inzwischen um eine vierte Gruppe erweitert, die sich bislang im Turnraum befindet. Den städtischen Anteil an der Baumaßnahme bezifferte der Ortsvorsteher auf 350 000 Euro.

Zukunftsfähige Einrichtung

Die Christdemokraten sehen in dem Familienzentrum eine zukunftsfähige und moderne Einrichtung, zu der auch Lampertheims CDU-Chef Franz Korb gratulierte: „Sie sind zu beneiden“. Gerhard Keim freute sich über die verhältnismäßig kurzfristige Umsetzung und Genehmigung des Projektes. Synergien seien genutzt worden, um das Betreuungsangebot in Hofheim rasch und qualitativ hochwertig zu erhöhen.

Die Hofheimer CDU-Mitglieder denken allerdings bereits einen Schritt weiter, haben klare Vorstellungen für die Entwicklung Hofheims. Nachdem gerade im Neubaugebiet Rheinlüssen III und IV der letzte Bauabschnitt erschlossen wird (wir berichteten), die Vermarktung auf Hochtouren läuft und Anfang 2021 gebaut werden kann, können sich die Christdemokraten eine Entwicklung von Neubauflächen zwischen Bahnhofstraße und Bahnübergang Wattenheimer Weg vorstellen („Im langen Gräbel“), sofern die entsprechenden Rahmenbedingungen geschaffen werden. Dabei will Scholl das Verhältnis zwischen den Neubaugebieten und dem Ortskern ganz genau beobachten, um eine nachhaltige Entwicklung des Stadtteils zu ermöglichen, „der Spagat muss stimmen“.

Erfreut zeigte sich der Ortsvorsteher auch darüber, dass in das Thema „Alte Schule“ Bewegung kommt. Alexander Scholl sieht ebenso wie Landrat Engelhardt das zentrale Gelände hervorragend geeignet für die weitere innerörtliche Entwicklung. „Ein weiterer Leerstand ist nicht verantwortbar, da muss etwas passieren“, so der Ortsvorsteher.

Die Führung durch die Gruppenräume im Alt- und anschließend im Neubau des Familienzentrums übernahm Leiterin Heike Kissel-Eltrop. Obwohl einiges an Freifläche für den Neubau in Richtung Westen weichen musste, sieht sie den Außenbereich mit dem großen Sandkasten und dem oberen Garten als ausreichend an.

Viele der Nutzer schätzen am Familienzentrum die Kombination von Krippe und Kindertagesstätte, wie Kissel-Eltrop bestätigte. Von den gerade abgeschlossenen Rohbauarbeiten hätten die Erzieherinnen und Kinder nur wenig mitbekommen. fh

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