Lampertheim

Neujahrskonzert Der Katholische Kirchenmusikverein überzeugt in Lampertheim mit einem stimmungsvollen Auftakt

Kirchenmusiker können es modern und klassisch

Archivartikel

Lampertheim.Wo kann man am besten das noch junge Jahr unterhaltsam beginnen? Man geht zum traditionellen Neujahrskonzert des Katholischen Kirchenmusikvereins (KKMV) in Lampertheim, lautet die Antwort. Hier, im Jugendheim Maria Verkündigung steht zwar die Musik weit oben auf der Liste. Aber auch das Zusammentreffen mit Bekannten, denen man alles Gute für das neue Jahr wünscht, sind fester Bestandteil eines solchen Konzerts.

Fünfte Jahreszeit in Reichweite

Dass nun mit der fünften Jahreszeit schon wieder die nächsten Feiern anstehen, ist unschwer an der Dekoration des Saales zu erkennen. Luftballons schmücken Wände, Glitterzeug ist auf den Tischen verstreut. Mit einer kurzen Ansprache der Vereinsvorsitzenden Birgit Steube, startet der Reigen der Neujahrswünsche. „So viel Glück wie Wassertropfen im Meer und so viel Liebe wie Sterne am Himmel“ wünscht sie den Zuhörern, die den Saal bis auf den letzten Platz besetzt haben.

Mittlerweile haben die „Newcomer“, das Nachwuchsorchester des KKMV, auf der Bühne Platz genommen und lassen unter der Leitung von Helmut Baumer die ersten Melodien erklingen. Überzeugend ist die musikalische Leistung des Nachwuchses, ehe das große Orchester das Konzert fortsetzt.

Mit über 25 Spielern ist die Bühne voll besetzt, denn es gehört zur guten Tradition beim Kirchenmusikverein musikalisch den Ton vorzugeben. Die Orchestermitglieder zeigen, trotz der kurzen Silvesternacht, ein gehöriges Maß an Spielfreude. Und als der Radetzky-Marsch erklingt, klatschen die Zuhörer im Saal den Rhythmus. Auch das Medley aus Walzergrüßen und etwa der Fliegermarsch, um nur einige gespielte Melodien zu erwähnen, kommen gut an beim Publikum. James-Last-Melodien erklingen ebenso wie moderne Versionen der „Golden Sixties“ oder des „Wind of Change“. Das Orchester zeigt, wie sich auch moderne Melodien gekonnt umzusetzen lassen. Zur Abwechslung erklingen immer wieder Klassiker.

Zwischendurch betreibt Birgit Steube Mitgliederwerbung. Wer dem Verein am Neujahrstag beitritt, erhält als Sonderbonus einen großen Hausmacher-Schwartenmagen. Von „Hausmacherartist“ übrigens ist auch das angebotene Essen. Rippchen mit Kraut oder Leberknödel sind im Angebot, dazu gibt es Fischbrötchen, Bockwürste, oder auch Neujahrsbrezeln. Die hilfreichen Geister in der Küche haben jedenfalls viel zu tun und auch die anderen Helfer sind an diesem ersten Tage des Jahres im Dauereinsatz. Sei es beim Bedienen oder dem Ausschenken der Getränke.

Begehrte Tuba-Spieler

Birgit Steube betont im Gespräch auf die Frage, was das Wichtigste für sie im Neuen Jahr sei, dass die erfolgreiche Nachwuchsarbeit intensiv fortgesetzt werden soll. „Alle die nicht wissen wie sie ihre musikalischen Fähigkeiten zum Tragen bringen können, sind bei uns gut aufgehoben“, sagt sie und weist dabei auf die zahlreichen Angebote zum Erlernen eines Instruments hin. Beim Spielen im Orchester werde das Gehör ebenso geschärft wie auch das Taktgefühl, hebt die Vorsitzende hervor. Ob Tenorhorn, Klarinette oder Flügelhorn – die Ausbildung umfasst ganz unterschiedliche Bereiche. Besonders gesucht sind Tuba-Spieler, wie Birgit Steube sagt. Denn beim Spielen von tiefen Tonlagen bestehe immer ein Mangel. Newcomer treffen sich übrigens freitags um 19 Uhr im Jugendheim. Das Konzert ist längst noch nicht am Ende. So erklingt mittlerweile wieder die „Ramona“ von der Bühne und bis zur Pause geht es weiter mit dem „Instant Concert“ oder „Donner und Blitz“.

Helmut Baumer ist wie stets bei Konzerten ein dynamischer Dirigent, der das Orchester gekonnt führt. Gefragt nach seinen Plänen im laufenden Jahr berichtete er, dass im Herbst wieder ein Konzert stattfinden soll. Diesmal in der Kirche Maria Verkündigung, was natürlich thematisch einen mehr konzertanten Charakter haben wird.

Das heißt, aber nicht, dass ausschließlich Kirchenmelodien oder Choräle gespielt werden sollen. Denn sehr viele heutige Komponisten, schreiben ihm zufolge auch Stücke, die auf Blasorchester zugeschnitten sind. „Da gibt es viele Melodien, die sowohl die Zuhörer, als auch die Musiker begeistern“, umreißt der Dirigent die Richtung des kommenden Konzerts. Einen weiteren großen Auftritt wird das Orchester beim jährlichen Stiftungsfest haben. Mittlerweile sind im Jugendheim Maria Verkündigung die Losverkäufer für die Tombola unterwegs.

Zu gewinnen gibt es etwa Leber- oder sonstigen Hausmacherwürste. Damit startet das Jahr nicht nur musikalisch vielversprechend, sondern auch in kulinarischer Hinsicht.

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional