Lampertheim

Jubiläum Lampertheimer Institution begeht Fest zum 40-jährigen Bestehen / Neues Leitungsteam ins Amt eingeführt

Kirchenpräsidentin und Clown gratulieren der Diakoniestation

Archivartikel

Lampertheim.„Herzlichen Glückwunsch“, begrüßt Irmgard Daunke, eine Besucherin der Ökumenischen Diakoniestation Lampertheim, den neuen Pflegedienstleiter Björn Burwitz. Dann steuert sie mit anderen Senioren den Raum an, in dem Arzt Florian Wagner einen Vortrag über Ernährung im Alter halten wird. Dabei kommen sie am Kuchenstand vorbei, den das Personal des Hauses mit Selbstgebackenem bestückt hat. Doch vorerst bleibt wegen des bunten Programms keine Zeit zum Naschen.

Es herrscht Trubel in der Diakoniestation, denn die Institution feiert mit dem Tag der offenen Tür ihr 40-jähriges Bestehen. Clown „Lakritze“ (Sigrid Fath) bringt Kinder mit ihren Späßen zum Lachen. Auf die Erwachsenen wartet viel Informatives. Arzt Walter Seelinger spricht in einem zweiten Vortrag etwa über Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung.

In der Cafeteria gibt es einen gemütlichen Treff für Alt und Jung, bei dem gemeinsam Lieder gesungen werden. Andere Gäste schauen sich derweil im Haus um. Werner Hahl, Vorsitzender der Diakoniestation, freut sich über das rege Interesse der Besucher und auch darüber, dass ehemalige Mitarbeiter gekommen sind.

Festgottesdienst in Domkirche

Große Freude bereiten die eingegangenen Spenden: 4000 Euro von der Evangelischen Johannesgemeinde Neuschloß, überreicht von Pfarrer Reinald Fuhr und 500 Euro von der Evangelischen Frauenhilfe Hüttenfeld.

Hahls Stellvertreter, Jürgen Schuster, berichtet über den Festgottesdienst, der bereits am Vormittag in der Domkirche stattgefunden hat. Dabei habe es Ehrungen mit vier Kronenkreuzen gegeben, dem Dankeszeichen der Diakonie. Die stellvertretende Kirchenpräsidentin, Pfarrerin Ulrike Scherf, hielt die Predigt und Bürgermeister Gottfried Störmer gratulierte in seinem Grußwort zum Jubiläum. Außerdem wurden der neue Pflegedienstleiter Björn Burwitz und seine Stellvertreterin Nadine Landgraf in ihre Ämter eingeführt.

„Ich wünsche meinem Nachfolger bei seiner neuen Tätigkeit viel Erfolg und Kraft“, sagt Christa Gerhardt, die scheidende Pflegedienstleiterin der Diakoniestation. Sie wird Burwitz noch drei Monate begleiten.

„Christa Gerhardt hat die Ökumenische Diakoniestation zu dem gemacht, was die Einrichtung heute ist“, sagt Burwitz voller Anerkennung. Und über Nadine Landgraf lässt er wissen: „Sie ist Lampertheimerin und hat sich bei uns beworben.“ In den nächsten Tagen werde Landgraf erst einmal Personal, Patienten und Strukturen der Diakoniestation kennenlernen. „Ich freue mich total auf meine neue Aufgabe“, versichert Landgraf.

Schokoküsse als Nervennahrung

„Wir bilden Altenpflegekräfte aus. Und wir suchen noch examinierte Teilzeitkräfte“, erklärt Burwitz. 80 Mitarbeiter seien hauptamtlich bei der Lampertheimer Diakoniestation angestellt, zusammen mit den Ehrenamtlichen zähle die Einrichtung rund 100 Arbeitskräfte.

Auch die Nachbarn, Henning Krey und Waltraut Feigl vom Leitungsteam des Agaplesion Dietrich-Bonhoeffer-Hauses, sind zum Gratulieren gekommen. „Wir haben zum Jubiläum Nervennahrung in Form von Schokoküssen geschenkt“, witzelt der Chef des Seniorenzentrums.

Im Erdgeschoss der Diakoniestation sind einige Stände aufgebaut, an denen sich Gäste informieren können. An einem Stand präsentiert sich die Diakonie Stiftung, gleich daneben die Tagesbetreuung „Meine Zeit“.

Die zertifizierten Betreuer Silvia Müller und Ingolf Busch führen Interessierten Beschäftigungsmaterialien vor. Auch die Palliativ- und Hospiz-Initiative im Ried stellt sich vor. Gabriele Weiss-Szpera erklärt, dass sich Besucher vor allem über die Kinder-Trauergruppe informierten. Unterdessen erläutern Jugendrotkreuzleiter Timo Bunscheit und Petra Reif vom DRK Bergstraße den Hausnotruf. „Die Angebote wurden von Patienten, die wir versorgen, und Angehörigen sehr gut angenommen“, resümiert Björn Burwitz am Abend.

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