Lampertheim

Kiwanis Benefiz-Adventskonzert stimmt auf besinnliche Vorweihnachtszeit ein

Klassische Klänge erfüllen die Herz-Jesu-Kirche

Hüttenfeld.Beim diesjährigen Kiwanis-Adventskonzert stimmten die Künstler pünktlich zum ersten Advent mit klassischen Musikstücken auf die besinnliche Vorweihnachtszeit ein.

Das Benefizkonzert fand in diesem Jahr zugunsten der „Mini-Zwibs“, der Nachwuchsabteilung des Hüttenfelder Theatervereins „ZwiBuR“, statt. Als Dank hatten Janine Wüst und Pia Rendl von ZwiBuR mit den jungen Schauspielern ein Nikolausgedicht mit verteilten Rollen einstudiert. Da jedoch ein paar Kinder krankheitsbedingt ausfielen, wurde das gesamte Gedicht kurzfristig auf die drei Hüttenfelder Schülerinnen Lucia Andolfatto, Anna Hermann und Zoe Rendl aufgeteilt, die trotz Textunsicherheiten relativ souverän ihren Auftritt meisterten und sich damit den Applaus der Zuschauer verdienten. Bodo Ehret bedankte sich im Namen von „ZwiBuR“ für die Spende und stellte fest, dass der Name Kiwanis, der übersetzt aus einer indianischen Sprache „Ausdruck der eigenen Persönlichkeit“ bedeutet, auch zum Bestreben der Theatergruppe passt.

Das musikalische Programm eröffneten die Schwestern Jasmin und Nura Magahed von der Musikschule Lampertheim mit Mozarts „Duo für Violine“. Von der Musikschule Viernheim präsentierten Tillmann Stork am Violoncello und seine Lehrerin Allison Gorbey am Klavier ein Stück von Jean-Baptiste Bréval.

Als Highlight der Veranstaltung kündigte der Vorsitzende des Kiwanis-Clubs Lampertheim, Bernhard Conrad, der als Moderator durch den Abend führte, im zweiten Teil der Veranstaltung die Pianistin Olga Zolotova an. Neben Auftritten bei russischen Radio- und Fernsehsendern gab sie auch schon in vielen europäischen Städten Solo- und Sinfoniekonzerte. „Ich lebe für die Musik, das ist meine Leidenschaft“, erklärte sie dem Publikum in Hüttenfeld.

Für das Konzert in der katholischen Herz-Jesu-Kirche in Hüttenfeld hatte Olga Zolotova eine besondere Auswahl von klassischen Kompositionen zusammengestellt, um das Publikum „in dieser wunderbaren Kirche“, so Zolotova, mit leichten Klängen auf den Advent, die Zeit der Ankunft, einzustimmen. Nach Bachs Partita 1 BWV 825 in B-Dur gab sie Ludwig van Beethovens „Pastorale“ und Franz Schuberts berühmtes Opus 90 zum Besten.

Während die russische Pianistin ihren Fingern eine kleine Auszeit gewährte, stellte Moderator Bernhard Conrad den Komponisten der folgenden Stücke aus „Humoreske“, „Mazurka“ und „Nocturne“ vor: Mikalojus Konstantinas Ciurlionis war ein litauischer Komponist und Maler, der in Deutschland noch relativ unbekannt ist und dessen besondere Intention es war, Kunst mit Musik zu verbinden. Seinen krönenden Abschluss fand das Adventskonzert mit Zolotovas Interpretation von Chopins heroischem „Grande Polonaise Opus 53“ in As-Dur. Das Publikum war begeistert und schenkte der sympathischen Künstlerin schallenden Beifall.

Bei Glühwein und Knabbereien ließ man den musikalischen Abend im Kreuzgang der Kirche ausklingen. Ob es im nächsten Jahr wieder ein Adventskonzert geben wird, konnte der Vorsitzende Bernhard Conrad noch nicht sagen. Man überlege, stattdessen ein Herbstkonzert zu organisieren, da in der Adventszeit ohnehin schon genug Veranstaltungen angeboten werden. gün

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