Lampertheim

Seniorenbegegnungsstätte Walter Diehlmann beeindruckt mit zwei Filmen

Kleine Insekten riesengroß

Archivartikel

Lampertheim.Das Quaken von Fröschen, das Baden von Vögeln, den Kampf von Hirschkäfermännchen und spektakuläre Wasserfälle hat Walter Diehlmann im Video festgehalten. Nun ließ er Lampertheimer Senioren an den Naturschönheiten teilhaben. Diehlmann ist Mitglied in der Video-und Fotogruppe, die in der Seniorenbegegnungsstätte Alte Schule ihre Bleibe hat.

Regelmäßig kommen dort Amateur-Filmer und Fotografen zusammen, um ihre Erfahrungen auszutauschen und zu fachsimpeln. Wie andere Mitstreiter auch, unternimmt Diehlmann abenteuerliche Reisen. Nicht zuletzt um diese mit der digitalen Videokamera aufzunehmen und nach der Bearbeitung zu zeigen.

In der Cafeteria der Begegnungsstätte präsentierte er zwei seiner Werke: den Reisebericht einer Kreuzfahrt nach Island und den Dokumentarfilm „Unsere Natur im Wandel der Jahreszeiten“, der die Flora und Fauna in Lampertheim und der Region zeigt. Der Einladung waren viele Senioren gefolgt Sie würdigten die mühevolle und geduldige Arbeit, die Diehlmann vor allem beim Naturfilm an den Tag gelegt hat. „Für den Film habe ich ungefähr zehn Jahre gebraucht, um die Szenen zu sammeln“, erklärte der Lampertheimer.

Stundenlang am Altrhein

Herausgekommen ist ein stimmungsvoller Naturstreifen. Mit großer Ausdauer hat er stundenlang auf der Pirsch im Altrheingebiet, am Neurhein und in den Auen gelegen, bis er die gewünschten Motive im Kasten hatte. „Oftmals habe ich mit Werner Mai im Tarnhäuschen gesessen und von da aus die Tiere ungestört beobachtet.“ Schließlich seien die meisten Wiesen-, Wasser- und Waldbewohner scheu und kaum zu Gesicht zu bekommen. Bekanntlich nützt einem aber die beste Kamera nichts, wenn man die Tiere nicht vor die Linse kriegt. Und deshalb waren außer Ausdauer auch Glück gefragt.

Dank einem Camcorder-Digitalzoom erscheinen klitzekleine Insekten riesengroß. Die Zuschauer konnten so auch Details sehen, die sonst ein bloßes Auge nicht zu erkennen vermag. Diehlmann filmte die Kleintiere beim Liebesspiel, Vögel in ihren Nistplätzen, bei der Aufzucht ihres Nachwuchses und bei der Futtersuche. Sogar Hirschkäfer, einen Eisvogel und eine Nutria bekam er vor das Objektiv.

Auch den Streifen über die Kreuzfahrt hat der Filmer anschaulich bearbeitet. Diehlmanns Reise begann in Hamburg, verlief über die Orkney Inseln in Schottland bis zum Hauptziel Island. Sie endete in den schottischen Highlands. Das Geheimnis um Loch Ness hat der Lampertheimer aber auch nicht lösen können.

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