Lampertheim

Technische Betriebsdienste Temporärer Garten auf dem Europaplatz lockt Bienen, Hummeln und Schmetterlinge an

Kleinod erblüht in bunter Pracht

Lampertheim.Auf dem Lampertheimer Europaplatz summt, brummt und flattert es. Der von den Technischen Betriebsdiensten unter der Leitung von Sabine Vilgis gepflanzte Lavendel bekommt Besuch von Bienen und Hummeln. Am Sommerflieder tummeln sich Schmetterlinge. Duft und Nektar ziehen verschiedene Arten von Pfauenaugen magisch an. Und das mitten in Lampertheim, nämlich auf dem Europaplatz, direkt an der Lampertheimer Hauptverkehrsader Römerstraße.

Für diese kleine bunte Insel hat Jürgen Schuster die Blühpflanzen ausgewählt und mit den Stadtgärtnern eingepflanzt. Bei der Auswahl hat der Lampertheimer Florist auf die Farbkombination, den Standort und die Blütezeit geachtet. Bürgermeister Gottfried Störmer war von der Blütenpracht des temporären Gartens begeistert. „Die Technischen Betriebsdienste und Floristik Schuster haben hier ein Kleinod mit einer vielfältigen bunten Pracht geschaffen“, schwärmte der Verwaltungschef. Währenddessen häkelte sich Jürgen Schuster durch die Pflanzen. Damit die Kletterpflanze am Rankgitter nach oben wächst, brachte der Florist die Pflanze in Form.

Außerdem hatte Schuster üppig blühende Stauden wie Bergminze, den hübschen Bodendecker Heidenelke und Husarenköpfchen mit zahlreichen kleinen Blüten ausgewählt. In der Mitte wurde eine stattliche Passionsblume gepflanzt und gleich daneben die Heilpflanze Sonnenhut (Echinacea).

Ein Windhauch, der über den kleinen Garten strich, transportierte angenehme Blütendüfte. Der Garten auf dem Europaplatz sei schon zur Tradition geworden, erklärte Sabine Vilgis. Die Chefin der Technischen Betriebsdienste sei vielfach von Einwohnern angesprochen worden, die mit Spannung auf die neue Gestaltung des Europaplatzes gewartet hätten. Dieses vorübergehende Blütenparadies könne Hobbygärtnern als Informationsquelle dienen, war sich Sabine Vilgis sicher. Denn jeder Garten- und Naturfreund könne helfen, grüne und blühende Inseln anzulegen.

Artenvielfalt im eigenen Garten

Die Artenvielfalt (Biodiversität) im eigenen Garten biete einheimischen Tierarten wie Nutzinsekten ein Zuhause und schütze nachhaltig die Natur. Im temporären Garten sind deshalb als Anschauung auch ein Stück Totholz und ein Steinhaufen, wichtige Lebensräume und Rückzugsgebiete für Tiere, eingearbeitet. Schließlich gebe es für Gartenbesitzer viele Möglichkeiten, die Artenvielfalt zu unterstützen. Beispielsweise schaffe ein Insektenhotel Lebensräume für eine große Zahl von Insekten und darum wurde solch ein Insektenhaus von den Technischen Betriebsdiensten gebaut und nach Südosten ausgerichtet. Weiterhin erklären Informationstafeln den Begriff Biodiversität und die Namen der Pflanzen.

„Was den Pflanzen, aber vor allem den Bäumen, derzeit sehr zu schaffen macht, ist die langanhaltende Trockenheit“, sagte Sabine Vilgis. Sie rief die Bevölkerung auf, mitzuhelfen, die Bäume vor ihren Grundstücken zu bewässern. „Besonders die Bäume zu erhalten, ist unheimlich wichtig“, betonte die Chefin der Betriebsdienste.

Das Wichtigste von heute
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional