Lampertheim

Vereine MGV 1840 hält seit 23 Jahren an einer beliebten Tradition fest / Mehrere Chöre begeistern mit Auftritten

Kochkäse macht Appetit auf Gesang

Archivartikel

Lampertheim.Wer seinen Weg in die Notkirche nicht so recht fand, der brauchte nur seiner eigenen Nase nach gehen. Der MGV 1840 hatte zu seinem traditionellen Kochkäsfest eingeladen und der Käse samt Zwiebeln verströmte den unzweifelhaften Duft der Odenwälder Spezialitäten. Seit 23 Jahren lädt der Verein zum Kochkäsessen ein.

Die Gäste saßen dichtgedrängt, die Tische hatte man mit Primeln als Zeichen des Frühlings dekoriert und zur heimeligen Atmosphäre gehörten natürlich auch Kerzen. Da zum Verzehr der rustikalen Speise auch ein passendes Getränk gehört, konnte man an der Getränketheke Äppelwoi im „geribbde Glas“ oder größere Mengen gleich im Steinkrug erstehen. Einige Besucher bevorzugten rohen oder gekochten Schinken.

„Musik ist Harmonie“

Nachdem Vorsitzender Holger Schneibl die Gäste begrüßt hatte, eröffnete der Männerchor des MGV den Reigen der chorischen Beiträge. Elisabeth Seidl dirigierte „Als die Römer durstig wurden“ und „Das Tal in den Bergen“. Auch der danach auftretende Gemischte Chor zeigte mit den Beiträgen „Musik ist Harmonie“ und „Fröhlichkeit und leichtes Leben“ sein Können. In den Pausen konnten sich die Gäste mit Nachschub versorgen oder Tischgespräche führen.

Der Frauenchor des MGV hatte als Nächstes seinen Auftritt. „Der Winter ist vorüber“ wurde gesungen und es folgte das Kochkäslied des MGV, getextet von Helga Hoffmann. Der Saal musste oder konnte mitsingen und so erklang vielstimmig nach der Melodie „Wem Gott will rechte Gunst erweisen . . . “ die Fortsetzung mit „. . . den schickt er nur zum MGV“. Zu kurz war der Auftritt des Chors Joyful. „Sweet Dreams“ und das umgetextete „K-K-Katy“ in „K-K-Kochkäs“ provozierten zahlreiche Zugaberufe. Die vier „Bembelsänger“ mixten bekannte Schlageroldies zu einem Potpourri. Das Rezept war stimmig, die Gäste konnten zum Teil mitsingen.

Holger Schneibl war am Ende mit dem Fest zufrieden. „Natürlich haben wir einen hohen Personalaufwand, etwa 25 Personen sind im Einsatz“, berichtete der Vorsitzende. „Die Gerichte werden von uns selbst vorbereitet, was auch sehr arbeitsintensiv ist“, meinte Schneibl. Trotzdem ist man froh, mit den „Odenwälder Spezialitäten“ die Zustimmung so vieler Gäste gefunden zu haben.

Musikalisch will sich der MGV in diesem Jahr weiter profilieren. Unter dem Titel „Stecker raus“ wird der Chor Joyful im November ein Konzert geben. Schauplatz ist die Aula des Lessinggymnasiums. Geplant und geprobt wird schon jetzt. sto

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