Lampertheim

Johannesgemeinde Vortrag über Einbruchsschutz beim Frauenfrühstück

Kommissarin Shelton: Terrassentür ist Schwachstelle

Neuschloß.„Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus...“ – fröhlicher Gesang schallt durch den Raum der evangelischen Johannesgemeinde Neuschloß am Ahornplatz. Die Sängerinnen sind das Organisationsteam des Frauenfrühstücks um Ruth Rupp und ihre Gästeschar. Gernot Langbein begleitet am Klavier. Ganz im Zeichen des Wonnemonats steht auch die Tischdekoration. Rosi Drackert hat bunte Wiesenblumen am Wegesrand gepflückt und sie in Vasen aufgeteilt. Servietten mit einem kunterbunten Blumendruck runden die hübsche Frühlingstafel ab. Das Organisationsteam hat wieder alles liebevoll vorbereitet, für das reichhaltige Buffet eingekauft und gerichtet.

Doch bevor ausgiebig gefrühstückt wird, spricht Maria Walter das Morgengebet und Ruth Rupp liest das Gedicht „Urlaub“ von Eugen Roth vor. In dem heißt es: „Ein Mensch, vorm Urlaub, wahrt sein Haus, dreht überall die Lichter aus…“ Die Verse sind witzig, stimmen aber auch nachdenklich. „Mancher wird sich vielleicht in dem Gedicht wiedererkennen“, vermutet Rupp. Sie hat die Verse aber auch im Hinblick auf den anschließenden Vortrag ausgewählt.

Die Polizeihauptkommissarin Christel Shelton vom Polizeipräsidium Südhessen (kleines Bild) referiert über das Thema Einbruchschutz und gibt wertvolle Tipps, wie man seine Wohnung oder Haus sichern kann.

„Seit 2016 gibt es in Lampertheim Sicherheitsberater für Senioren“, erklärt die Fachberaterin. Gerlinde Hellmuth, Inge Netscher und Herbert Tiefel gehören dem Seniorenbeirat an. Und diese ausgebildeten Senioren seien das Bindeglied zwischen der Bevölkerung und der Polizei. Präventionsmaßnahmen lohnten sich, in Sicherheitstechnik zu investieren zahle sich ebenfalls aus, erklärt Shelton. Finanzielle Unterstützung gebe es durch KfW-Förderprogramme. Außerdem hat die Polizeihauptkommissarin eine Liste von qualifizierten Fachfirmen im Gepäck, die Türen und Fenster einbruchsicher nachrüsten, um somit Einbrechern das Leben schwerzumachen. Diese Firmen seien von der der Polizei empfohlen.

Auch beleuchtet Shelton Einbruchs-Irrtümer. Wie die Denkfehler: „Von der Straßenseite aus, steigt keiner ein. Bei mir ist nichts zu holen. Die Täter kommen nachts. Den Schaden bezahlt die Versicherung.“ Oftmals stiegen die Diebe tagsüber ein. Gekippte Fenster seien einladend. Die Terrassentür sei eine große Schwachstelle. In jedem Haushalt seien Wertsachen zu finden, auch wenn es nur etwas Bargeld oder Schmuck ist. Meistens seien die seelischen Folgen größer als die materiellen Schäden.

Zum Schutz sollte man bei Abwesenheit Anwesenheit zu Hause vortäuschen, so ein Tipp von Shelton. Zum Beispiel das Licht anmachen, in der Küche und im Badezimmer, als wenn man zu Hause sei. „Die Rollläden nie ganz dicht schließen“, rät Shelton. Und fügt hinzu: „Auch mal dem Nachbarn erlauben, sein Auto in die Einfahrt zu stellen.“ Bei längerer Abwesenheit sollte darauf geachtet werden, dass die Mülltonne reingeholt und der Briefkasten geleert wird.

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