Lampertheim

Stadtradeln Spitzenreiter mit 1500 Kilometern

Komplett auf das Auto verzichtet

Archivartikel

Lampertheim.„Stadtradeln“ hieß das landesweite Aktionsprogramm, bei dem sich die Teilnehmer nicht nur sportlich betätigen konnten, sondern damit auch einen Beitrag zur Reduzierung des Kohlendioxid-Ausstoßes leisteten. Zum Abschluss der Aktion wurde in der Polizeistation Lampertheim-Viernheim ein modernes Fahrradcodiergerät an die Polizeidirektion Bergstraße übergeben. Der Verein „Bürger und Poli- zei“ mit seinem Vorsitzenden Gottfried Störmer hatte das Gerät ge- spendet.

Die Codierung hilft nach einem Diebstahl des Fahrrads bei der Führung des Eigentumsnachweises; so kann der rechtmäßige Besitzer leichter ausfindig gemacht werden. Das neue Nadelmarkiergerät ist einfacher zu handhaben und kann mobiler eingesetzt werden. Man braucht die zu codierenden Fahrräder nicht mehr fixieren und positionieren. Das Gerät wird einfach an die bevorzugte Stelle des Fahrradrahmens geführt.

Technische Besonderheit

Entsprechend erfreut waren als offizielle Vertreter der Polizei der stellvertretende Leiter Andreas Wolk der Bergsträßer Direktion sowie Hauptkommissar Matthias Seltenreich von der Polizeistation Lampertheim und Kriminaloberkommissar Martin Runzheimer aus Bensheim, der die Verwaltung des Gerätes übernimmt. Gottfried Störmer zeigte sich bei der Übergabe des Codiergerätes erfreut über das Interesse der Beamten. „Dieses Gerät gehört nicht zur Standardausrüstung der Polizei, sondern ist schon technisch etwas Besonderes“, meinte Störmer.

Die Vorteile des Geräts sind offensichtlich und die Kosten von 4200 Euro konnten durch Spenden der Vereinsmitglieder erbracht werden. Der Verein „Bürger und Polizei“ verfolgt im 25. Jahr seines Bestehens ein breites Themenspektrum für ein engeres Zusammenwirken von Bürgern und Polizei. Dass Fahrradfahren einen zunehmenden Stellenwert in der Bevölkerung genießt, beweise auch das lebhafte Interesse am Stadtradeln, so Störmer. Immerhin hätten 152 Radler teilgenommen, die damit für drei Wochen soweit wie möglich auf das Autofahren verzichtet hatten. Hierdurch kamen die Teilnehmer auf eine Fahrstrecke von insgesamt mehr als 30 000 Kilometer. Dabei seien etwa vier Tonnen Kohlendioxid eingespart worden.

Einkaufen per Fahrrad

Einen Spitzenreiter im Radeln konnte Störmer auch vorstellen. Frank Behrens hat sich in drei Wochen 1500 Kilometer erradelt. „Ich habe komplett auf das Auto verzichtet“, berichtete er. „Ich arbeite in Frankfurt und bin jeden Tag bis zur S-Bahnstation in Riedstadt geradelt, da kamen jeden Tag alleine 62 Kilometer zusammen. „Auch das Einkaufen erledige ich per Fahrrad“, berichtet Behrens. Damit entfalle auch die lästige Parkplatzsuche.

Mittlerweile hatte das Codierteam alle Hände voll zu tun, denn die ersten Kunden waren an der Polizeistation eingetroffen, um ihre Fahrräder sicherer gegen Diebstahl zu machen. sto

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