Lampertheim

TV Lampertheim Turnerinnen bei Gau-Mannschaftsmeisterschaften in Bensheim erfolgreich

Kompletter Medaillensatz für Lampertheim

Archivartikel

Lampertheim.Über Wochen hatten sich die Gerätturnerinnen im Turngau Bergstraße vorbereitet. Sie hatten neue Teile gelernt, Übungen einstudiert, versucht, jeden noch so kleinen Fehler auszumerzen. Auch beim TV Lampertheim wurde dafür trainiert, sogar in den Sommerferien. Dann war der große Tag gekommen: Bei den Gau-Mannschaftsmeisterschaften im weiblichen Gerätturnen in Bensheim hieß es: Farbe bekennen, zeigen, was trotz Aufregung möglich ist. Aus Lampertheimer Sicht war das ein kompletter Medaillensatz.

Qualifikationswettkämpfe

Zunächst fanden die Qualifikationswettkämpfe für die südhessischen Meisterschaften statt. In der Altersklasse Jahrgang 2005 und jünger sicherten sich Evelyn Graf, Leonie Langner, Alexia Poubouridis und Sydney Wennemede souverän den ersten Platz. Stärkstes Gerät der Mannschaft – es kommen immer drei der vier Turnerinnen in die Wertung – war der Barren. 44,8 von maximal 48 Punkten zeigen, dass die Kampfrichter hier kaum etwas zu beanstanden hatten. „Dass das Gesamtergebnis an den einzelnen Geräten nicht weit auseinander liegt, zeigt aber, wie konstant die Mädchen in ihrer Leistung sind“, freute sich Trainerin Vanessa Ihrig. Mit insgesamt 59,9 Punkten (maximal 64,0) war Leonie Langner die stärkste Turnerin des Wettkampfs. Kein anderes Mädchen war auch nur an einem der Geräte besser als sie.

Ihren ersten Qualifikationswettkampf bestritten Ella und Mathilda Bastert, Kalotta Köcher und Marie Strauß. In der Altersstufe 2007 und jünger waren sie das jüngste aller sieben Teams.

Insbesondere am Sprungtisch war die geringere Körpergröße eine echte Herausforderung: Schließlich musste hier ein Handstützüberschlag über den Sprungtisch mit Landung auf dem Mattenberg gezeigt werden. Doch die Lampertheimer Mädchen meisterten auch diese Herausforderung. Am Ende stand Platz sechs. „Wir sind dennoch sehr zufrieden: Die Mädels konnten ihre Trainingsleistungen abrufen und haben zudem wichtige Erfahrungen für die Zukunft gesammelt“, so Trainerin Ihrig.

Rahmenwettkämpfe

Von den Rahmenwettkämpfen am Nachmittag nahmen die Spargelstädterinnen zwei weitere Medaillen mit nach Hause. Auf Rang drei von acht in der Altersklasse 2008 und jünger platzierten sich Emilia Enders, Annina Geier, Lara Lenz und Madita Neuthinger. Annina Geier war dabei zweitbeste Turnerin unter allen 40 startenden Mädchen. Gezeigt werden durften Übungen bis zur Schwierigkeitsstufe P6. „Für unsere Mädchen eine Premiere“, wie Trainerin Jacqueline Fouquet erklärte. P6, das bedeutet zum Beispiel, auf dem nur zehn Zentimeter breiten Balken einen Handstand zu vollführen.

„Ich bin so aufgeregt“, sagte Madita noch kurz davor. Wie ihre Teamkameradinnen gelang es ihr aber, das schwierigste Teil der Übung ohne Sturz zu überstehen. Kein Wunder, dass die Mädchen bei der Siegerehrung strahlten. Am Ende fehlte sogar nur ein Punkt zu Platz zwei. Diesen gab es für Gina Ernst, Anna Hartnagel, Valeria Krahn und Laura Wagner in der AK 2004 und jünger. Leider gingen hier nur zwei Mannschaften an den Start und die Gegner aus Lorsch hatten in Sachen Alter und Körpergröße das eine oder andere voraus. Am Ende fehlten gerade mal sieben Zehntel – bei einer Gesamtpunktzahl von 158,65 Punkten – zum Sieg. Es war also ein wahrliches Kopf-an-Kopf-Rennen. „Zweiter und letzter gleichzeitig zu sein, ist doof“, bilanzierten die Mädchen und wünschten sich mehr Gegner.

Gleich am nächsten Tag standen sie außerdem wieder in die Halle. Fürs Training, damit sie beim nächsten Mal ganz oben auf dem Siegertreppchen stehen. red

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