Lampertheim

LGL Neun Schüler aus Bayern und Sachsen zu Gast

Kooperation von Begabten

Archivartikel

LAMPERTHEIM.Junge Menschen mit ähnlichen Begabungen und Interessen ticken oftmals gleich und profitieren voneinander – sie zusammen zu bringen sei ein großer Gewinn für die Schüler, sagt Jörg Werner. Der Deutsch- und Erdkundelehrer ist am Lessing-Gymnasium (LGL) auch Beratungslehrer für Begabtenförderung, hat deshalb mit seiner Kollegin Hilde Rau vor zwei Jahren eine bundeslandübergreifende Kooperation zu einer Schule in Gauting (Bayern) und Leipzig (Sachsen) geknüpft. Allein in diesem Schuljahr haben drei Austauschprojekte zwischen den Gymnasien stattgefunden. Nun sind erneut fünf naturwissenschaftlich begabte Schüler aus Oberbayern und vier aus Leipzig mit je einer Lehrkraft am LGL und in Gastfamilien zu Besuch.

Volles Programm

Das dreitägige Programm ist straff – schließlich wollen die Schüler als Gäste in der Spargelstadt viel erleben. Dabei stehen vor allen Dingen naturwissenschaftliche Projekte auf der Tagesordnung. Am ersten Tag stand für die Hochbegabten ein Vortrag zur Relativitätstheorie von LGL-Lehrer Johannes Kreuziger an. Am Mittag ging es mit den verantwortlichen Lehrkräften und Fachbereichsleiterin Silvia Lenz nach Mannheim zu „Explore Science“ im Luisenpark, wo ein Workshop zur Datierung geologische Schichten auf die Schüler wartete. „Ein außerschulischer Lernort ist bei solchen Aktionen sehr wichtig“, betont Physiklehrer Martin Metzendorf.

Vortrag zu Mondlandung

Der Fachmann für Astronomie am LGL hielt zum Abschluss des ersten Abends einen interaktiven Vortrag zu „50 Jahre Mondlandung und mehr“. Gemeinsam mit den Schülern stellte er anhand von Bild- und Videomaterial Berechnungen an, ob die US-Amerikaner wirklich auf dem Mond gewesen sind. Die berühmten Verschwörungstheorien zur Flagge und fehlenden Sternen am Firmament konnten die Schüler genauso schnell widerlegen, wie sie die Höhe eines Astronautensprungs errechneten. Während am zweiten Tag ein Tauchboot-Wettbewerb bei „Explore Science“ ansteht, besucht die Truppe am letzten Tag das Planetarium.

Für die Organisation dankte Schulleiterin Silke Weimar-Ekdur den verantwortlichen Lehrern. „Ein Austausch muss nicht immer ins ferne Ausland“, betonte sie. Auch innerhalb Deutschlands könnten Schüler an fremden Orten wichtige Erfahrungen machen. „Man sieht, wie ertragreich es für die Schüler ist“, bestätigte Jörg Werner angesichts des guten Miteinanders unter den Begabten. Den Austausch will der Lehrer trotz des großen Aufwands auch in den kommenden Jahren aufrecht erhalten.

Das Wichtigste von heute
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional