Lampertheim

Bürgerkammern Interview mit Politikwissenschaftler 2016

Korte als Wegbereiter

Archivartikel

Neuschloß/Rosengarten.In den beiden Stadtteilen, die seit 2016 von Bürgerkammern vertreten werden, gilt die bedeutende Rolle Karl-Rudolf Kortes (Bild) als ausgemacht. Der Duisburger Politikwissenschaftler, der in Rosengarten gelebt und in Worms selbst eine Bürgerkammer ins Leben gerufen hat, hatte in einem Interview mit dem „Südhessen Morgen“ Anfang Februar 2016 Stellung zur kritischen Bewertung durch Bürgermeister Gottfried Störmer und die Grünen genommen. Diese standen der Bildung von Bürgerkammern anfangs skeptisch gegenüber; sie befürchteten einen Statusverlust für die von der Hessischen Gemeindeordnung eigentlich vorgesehenen Ortsbeiräte.

Korte begegnete diesen Befürchtungen mit dem Hinweis, die Beschlussfassung vollziehe sich in den parlamentarischen Gremien. Einer Bürgerkammer müsse es in erster Linie darum gehen, ein Gespräch am Runden Tisch zu entwickeln und Öffentlichkeit herzustellen. Sie sei mitnichten ein Ersatzparlament. „Bürgermeister, Verwaltung und Magistrat wären gut beraten“, so Korte, „sich an die Spitze einer solchen Bewegung zu setzen und eine solche Initiative zu unterstützen.“

Nach einem letzten Gespräch mit den ehemaligen Ortsvorstehern von Rosengarten und Neuschloß gab Bürgermeister Störmer seinen Widerstand auf. Die Vorbereitungen zur Bildung von Bürgerkammern konnten beginnen. urs

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