Lampertheim

Windenergie Empörung über Mannheimer Pläne

„Krempel vor der Haustür“

Lampertheim.Weil die Mannheimer den Käfertaler Wald von Windenergieanlagen frei halten wollen, muss der Nachbarschaftsverband Heidelberg-Mannheim – ein Zusammenschluss von 18 Städten und Gemeinden – bei der Flächennutzungsplanung alternative Standorte ausweisen. Diese wurden nun im Mannheimer Norden gefunden. Der Gemeinderat will in seiner nächsten Sitzung am 20. Februar einen entsprechenden Beschluss fassen.

Die Zonen, in denen theoretisch Windkraftanlagen installiert werden könnten, befinden sich nach Angaben der Lampertheimer Stadtverwaltung gut ein Kilometer von der Lampertheimer Bebauungsgrenze entfernt. Zu rechnen wäre mit einer „deutlichen Veränderung“ des Landschaftsbilds“.

Störmer im Austausch

Im Stadtentwicklungs-, Energie- und Bauausschuss teilte Bürgermeister Gottfried Störmer mit, er stehe im aktuellen Austausch mit der Mannheimer Verwaltungsspitze. Er würde sich allerdings „sehr wundern“, wenn der Mannheimer Norden tatsächlich für Windenergie geeignet befunden würde. Dennoch reagierten die Vertreter der Fraktionen teilweise mit Empörung auf die Flächennutzungspläne Mannheims. Franz Korb (CDU) bezeichnete es als „Sauerei“, dass die Mannheimer „ihren Krempel“ vor die „Haustür“ Lampertheims kippen wollten. Und Carola Biehal (SPD) bemängelte, dass die Mannheimer „alles, was sie nicht wollen, in den Norden schieben“. urs

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