Lampertheim

Kultursommer In der Kernstadt und in den Stadtteilen erhalten Kunstinteressierte Einblicke in Ateliers

Künstler öffnen ihre Werkstätten

Archivartikel

Lampertheim.Ausstellungen besichtigen, Ateliergespräche führen und Einblicke in die schöpferische Arbeit der Künstler nehmen: Am Wochenende des 21. und 22. September laden Kunstschaffende in ihre Arbeitsräume ein. Die Tage der offenen Ateliers im Kreis Bergstraße sind der Abschluss des Kultursommers Südhessen (KUSS). An beiden Tagen öffnet Kunstmaler Jürgen Richter als einziger Künstler in Lampertheims Kernstadt sein Atelier.

Richter gewährt Einblicke in seine kreativen Prozesse. Außerdem hält der Hausherr weitere Überraschungen bereit. Auf seinem Grundstück präsentiert sich eine Künstlergruppe und stellt ihre Werke aus. Zusätzlich organisiert Jürgen Richter mit seinem Team ein Rahmenprogramm, bestehend aus Musik, Lesungen und Schlemmereien.

Unterstützung der Lebenshilfe

Obendrein sind die Aktionen der Künstler die gelebte Verbundenheit zur inklusiven Kindertagesstätte der Lebenshilfe Lampertheim. Seit Jahren unterstützen die Kunstschaffenden die Einrichtung. 20 Prozent aus dem Verkauf der Kunstwerke aller Beteiligten und der Erlös aus der Tombola – die die Künstler bestücken – kommen dem Schwalbennest zugute.

Die Birkenauer Autorin Lilo Beil liest aus ihrem neuen Gontard-Kriminalroman „Mädchen im roten Kleid“ und spendiert Bücher ebenfalls zugunsten des Schwalbennestes. Erfreut über die Zuwendungen ist Vorsitzender Günther Baus. Nachmittags wird er selbst in die Tasten seines Pianos greifen und Sängerin Christine Gralow begleiten. Gralow ist vor allem als Solosängerin der L.A. Reed Big Band bekannt. Die beiden Musiker interpretieren Swing- und Jazzklassiker.

Jürgen Richter stellt eine große Palette seiner Acryl- und Aquarellbilder aus. Neue Werke sind Gesichter, die er im Alltag sieht. Desweiteren bietet er Kindermalen an. Auch Ilse Stenzel malt in Aquarell und Acryl und erläutert die Themen: „Klassische Stillleben bis hin zu modernen Motiven, vor allem Skylines.“ Gregor Dillmann ist ein Recycling-Künstler. Der Groß-Rohrheimer verwertet Müll. Und aus den Gegenständen entstehen Readymades.

Figuren aus Keramik fertigt Renate Diers an. „Die Keramikskulpturen und Lichthäuser können als Gartendeko oder zum Verschönern der Wohnung genutzt werden“, erklärt die Mannheimerin. Auch auf die Loriot-Figuren macht sie neugierig. Michael Lang stellt seine Specksteinarbeiten aus. Zu Flammkuchen werden französische Corbière-Weine ausgeschenkt. Am Sonntag, 11.30 Uhr, werden Kinder und Erzieher für das Schwalbennest eine kleine Aufführung zum Besten geben. Jürgen Richters Atelier in der Martin-Kärcher-Straße 70 ist an beiden Tagen von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Am Sonntag, 15.30 Uhr, liest Lilo Beil.

In Hüttenfeld und Hofheim

In den Stadtteilen öffnen weitere Künstler ihre Arbeitsstätten: Jurate Batura Lemke: am Samstag, 11 bis 19 Uhr, und am Sonntag, 11 bis 18 Uhr, Jakob-Müller-Straße Hüttenfeld. Das Atelier Rita Rössling und Stefan Umhey öffnet an beiden Tagen von 12 bis 18 Uhr in der Seefeldstraße 6 in Hüttenfeld. Am Sonntag, 15 Uhr, hält Stefan Umhey den Vortrag „Vielfalt versus Wiedererkennungswert in der Kunst“.

Zur Open-Air-Veranstaltung laden Anette Jansen und Künstler des Künstlervereins Bürstadt ein. In der Gemeinschaftsausstellung sind Skulpturen, Malerei, Fotografie und Installationen im Garten zu bewundern. Samstag, 14 bis 17 Uhr und Sonntag 13 bis 17 Uhr in der Lindenstraße 42 B in Hofheim. roi

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