Lampertheim

Bildung Schüler des Lessing-Gymnasiums für ihre erfolgreiche Teilnahme an hessenweitem Kunstwettbewerb ausgezeichnet

Künstlerisch mit Komasaufen beschäftigt

LAMPERTHEIM.Wo Worte allein versagen, kann die Kunst helfen. Diesen Ansatz verfolgt der jährliche Plakatwettbewerb für Schüler „Bunt statt Blau“ der Krankenkasse DAK-Gesundheit. Das Lessing-Gymnasium (LGL) nahm mit zwei Klassen teil und errang unter landesweit 1000 Teilnehmern einen zweiten sowie einen fünften Platz.

Ziel des Wettbewerbs sei es, Schüler auf die Gefahren von exzessivem Alkoholkonsum aufmerksam zu machen. Denn laut Robert Gahler, Leiter des DAK-Servicezentrums in Bensheim, werden jährlich rund 23 000 Jugendliche mit Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert. „Das ist erschreckend“, erklärte er bei der Preisübergabe am LGL, „und die Dunkelziffer ist noch viel höher“. Auch im Landkreis Bergstraße und dem Odenwaldkreis würden jährlich 34 Kinder im Alter von zehn bis 17 Jahren mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus landen.

Landesweit über 1000 Teilnehmer

„Deshalb haben wir die Plakataktion ins Leben gerufen“, so Gahler. Die fand zum neunten Mal zunächst landesweit statt, anschließend werden auch Bundessieger in Berlin ausgewählt und prämiert. Seit 2010 haben 95 000 Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren teilgenommen, allein in Hessen waren es in diesem Jahr 1000 Teilnehmer. Erlaubt war künstlerisch fast alles. „Ob Fotografie, Skizze, digitale Kunst oder Acryl – die Botschaft muss stimmen“, berichtete der DAK-Vertreter.

Das LGL baute die Aktion in den Regelkunstunterricht ein und nahm mit zwei Klassen teil. Elke Mayer schickte ihre siebte, Gerrit Stevens seine Q2 ins Rennen – mit Erfolg. Die Oberstufenschüler Nils Rudolph und André Hofer arbeiteten in drei Doppelstunden an ihrem Plakat und erreichten mit ihrer Blei- und Buntstiftzeichnung den fünften Platz. Klassenkameradin Laura Sommer landete mit ihrem Werk aus Acrylfarben, Wachsmalfarben und Kuli-Konturen sogar auf dem zweiten Platz in ganz Hessen. „Das ist bei so vielen Teilnehmern schon eine Hausnummer“, waren Schulleiterin Silke Weimar-Ekdur und Kunstlehrer Gerrit Stevens mächtig stolz.

Von der DAK gab es als Belohnung Urkunden, Rucksäcke, eine Picknick-Decke, eine Power-Bank und einen USB-Stick. Laura Sommer hat für ihren Podestplatz außerdem bei einer feierlichen Siegerehrung in Fulda einen Geldpreis in Höhe von 200 Euro erhalten.

„Die Realität mit exzessivem Alkoholkonsum ist schlimm. Umso schöner, dass sich so viele junge Menschen künstlerisch dem Thema widmen“, sagte Robert Gahler zum Abschluss der Preisübergabe.

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