Lampertheim

Verein Nach 21 Jahren ist Schluss

„Kunst im Amtsgericht“ löst sich auf

Archivartikel

Lampertheim.21 Jahre lang hat der Verein „Kunst im Amtsgericht“ sich bemüht, in den Räumen des Amtsgerichts durch künstlerische Ausstellungen Ressentiments gegenüber einem Gerichtsbesuch abzubauen. Mit langjährigen Erfolg, wie der Vorsitzende Lothar Schwarz in seinem Rechenschaftsbericht, anlässlich der Mitgliederversammlung mit doch begrenzter Teilnehmerzahl berichtete.

37 Ausstellungen wurden organisiert mit über 100 Künstlern, welche 3500 Werke zur Verfügung stellten, bilanzierte Schwarz. Gleichzeitig stellte er fest, dass den Künstlern aus der Region – aber auch aus dem Ausland – eine Plattform geboten wurde, sich darzustellen und damit auch ein breiteres Publikum anzusprechen.

Nachwuchs fehlt

Viele Feste waren mit den Ausstellungen verbunden. Mit Musik und kulinarischen Angeboten wurden die Eröffnungen gefeiert. Doch der Vorstand registrierte, dass die Organisation der Ausstellungen auf immer weniger Schultern lastete. Auch habe das Interesse von Besuchern immer mehr nachgelassen. Zusätzlich fehlte es am Nachwuchs, resümierte Schwarz, obwohl der Verein in seinen besten Zeiten über 50 Kunstinteressierte zusammen geführt habe. Dazu kommt, das auch er 2021 in den Ruhestand gehe und dann nicht mehr zur Verfügung steht. „Der Vorstand hat sich daher schweren Herzens entschlossen, die Liquidation des Vereins zu betreiben“, so der Vorsitzende. Bevor es aber zur alles entscheidenden Abstimmung kam, berichtete die Kassenprüferin Ingeburg Köhler über den Kassenstand und die Ein- und Ausgaben.

Vereinsvermögen gespendet

Der Verein besitzt ein Guthaben im mittleren vierstelligen Bereich, über dessen Verwendung auch entschieden werden musste. Die Kassenführung war korrekt, dem Antrag auf Entlastung des Vorstands wurde einstimmig stattgegeben. Ingeburg Köhler wurde anschließend für das Rechnungsjahr 2019 wieder als Kassenprüferin gewählt. Lebhaft wurde anschließend über die Verwendung des Vereinsvermögens diskutiert.

Letztendlich war die Versammlung sich einig, es an drei gemeinnützige Institutionen in Lampertheim zu spenden. Schwarz erläuterte dabei, dass erst nach einem gesetzlich vorgeschriebenen Wartejahr über die endgültige Verwendung entschieden werden kann. Die Nutznießer der Spende werden dann auch erst zu diesem Zeitpunkt bekannt gemacht. Die Abstimmung über die Vereinsauflösung erfolgte einstimmig und auch die Wahl der Liquidatoren verlief ohne Probleme. Als Kandidaten stellten sich Lothar Schwarz und Elke Englert zur Verfügung, welche einstimmig gewählt wurden. Ihnen obliegt es jetzt, die Formalitäten sowie die Verwendung des Sachvermögens, abzuwickeln. Schwarz dankte zum Schluss allen Beteiligten, welche über zwei Jahrzehnte zum Gelingen der Idee beigetragen hatten. sto

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