Lampertheim

Tage des offenen Ateliers Lampertheimer Maler Jürgen Richter und Künstlerkollegen freuen sich über reges Besucherinteresse

Kunst und Genuss begeistern

Archivartikel

Lampertheim.Kunst und Kunsthandwerk war zu entdecken, wohin das Auge sah. Der Lampertheimer Maler Jürgen Richter hatte zu den Tagen des offenen Ateliers Kunstschaffende zu sich eingeladen, die ihre Schöpfungen auf seinem Anwesen in Szene setzten.

Bei gutem Wetter präsentierten die Aussteller ihre Kunstwerke im Garten und im Hof. Wer wollte, konnte außerdem an einer Führung durch Richters Atelier teilnehmen. Die Besucher waren begeistert, denn das Gesamtpaket der Veranstaltung ließ keine Wünsche offen. Außer den künstlerischen Arbeiten gab es noch ein Schlemmerprogramm. Musik rundete das Ganze ab.

Die Kombination von Kunst und Genuss lobte unter anderem Besucherin Barbara Will. Zahlreiche Gäste ließen sich inspirieren: Sie probierten Richters Corbières-Weine und die von Sabine Lang und Sohn Manuel gebackenen Flammkuchen. Während des Schlemmens konnte man auch Kunst genießen. Ringsherum um die Sitzmöglichkeiten gab es eine Vielzahl von Schöpfungen zu sehen. Die Aquarell- und Acrylmalereien von Jürgen Richter und Ilse Stenzel sowie die Werke des Recycling-Künstlers Gregor Dillmann und die Fotografien von Melitta Härtl zierten die Wände.

Die Holzarbeiten von Gerhard Israel schmückten das Fachwerk, und ihre liebevoll gearbeitete Keramik war von Renate Diers im Garten drapiert worden. Die Mannheimerin zeigte vor allem dekorative Tiere, wie Vögel, Hühner und ein Straußenpärchen. „Die Objekte sind als Wohnungsdekoration und für den Außenbereich geeignet“, erklärte Diers. Obendrein hatte sie witzige Loriot-Büsten geformt, gebrannt und bemalt. Auch Michael Lang hatte Geduld und Konzentration beim handwerklichen Vorgehen aufgebracht. Sein Hobby ist das Bearbeiten von Speckstein, aus dem er Tischuhren entstehen lässt.

Raus ins Grüne dachte Gregor Dillmann und baute eine kleine Künstlerwerkstatt im Garten auf. Dort erklärte der Recyclingkünstler seine Schaffensprozesse dem Kunstliebhaber Pfarrer Christian Rauch. Das auffallende, goldglänzende Bild nennt der Künstler „Frieden auf Erden“. Als Basis hat Dillmann unzählige Manschetten von Bierflaschen verwendet. In das Bild hat er gefundene Gegenstände: ein kleines Kreuz, Perlen einer Rosenkranz Kette und eine winzige Geige eingearbeitet. Als er sich ein Bier genehmigte, trat bei Dillmann die Frage auf: „Was könnte ich mit dem Goldpapier machen?“ Und schon kam ihm die Idee, bevor das Aluminiumpapier in den Müll wandert, ein Recyclingkunstwerk daraus entstehen zu lassen.

Spende ans Schwalbennest

Von dem Musikprogramm waren die Besucher hingerissen. Sie genossen die Swing- und Jazzklassiker. Günther Baus, der auch der Vorsitzende der Lebenshilfe Lampertheim und Ried ist, griff in die Tasten seines Pianos und begleitete die Sängerin Christine Gralows. Am Sonntag veranstaltete die Krimiautorin Lilo Beil eine Lesung aus ihrem neuen Buch „Mädchen im roten Kleid“. Da ein Teil aus dem Verkauf der Kunstwerke und der Tombola-Erlös der inklusiven Kindertagesstätte Schwalbennest der Lebenshilfe Lampertheim zugutekommen, bereicherten Kinder und Erzieher der Einrichtung den Tag mit einem Mitmachprogramm. „Es ist toll, dass die Lebenshilfe großzügig bedacht wird“, lobte Günther Baus die Beteiligten.

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