Lampertheim

Haupt- und Finanzausschuss Waldkindergarten ganztägig

Längere Betreuung

Archivartikel

Lampertheim.Für einen Beitritt der Stadt Lampertheim zum Gesundheitsverbund Norie hat sich der Haupt- und Finanzausschuss einstimmig ausgesprochen. Im Rahmen dieses interkommunalen Konzepts im Bereich des Mittelzentrums Ried wollen die Kommunen gemeinsam Maßnahmen gegen den Ärztemangel ergreifen (wir haben berichtet). Lampertheim sei zwar noch gut versorgt, merkte SPD-Fraktionschef Marius Schmidt im Ausschuss an; doch gelte es, präventiv zu handeln.

Ferner bewilligten die Mitglieder des Gremiums den Biedensand-Bädern für die Sanierung des Hallenbads eine Ausfallbürgschaft über eine Million Euro. Mit einer Enthaltung sprachen sich die Ausschussmitglieder für eine Erhöhung der Niederschlagswassergebühr um 26 auf 76 Cent pro Quadratmeter versiegelter Fläche aus. Die Gebührenerhöhung wird von der Verwaltung mit Blick auf die Kosten für die Kanalsanierung in Höhe von rund einer Million Euro jährlich als erforderlich betrachtet.

Finanzielle Belastung

Der Änderung der Kindertagesstättensatzung stimmte der Ausschuss einhellig zu. Damit wird der Weg für den 2017 eröffneten Waldkindergarten „Fuchsbau“ frei, eine Ganztagesbetreuung einzurichten.

Ein Trend, der sich laut Sozialdezernent Jens Klingler zunächst in der städtischen Kita Guldenweg, und anschließend in den weiteren Betreuungseinrichtungen fortsetzen wird. Eine „große Herausforderung“, meinte Klingler auch mit Blick auf die finanzielle Belastung für die Stadt. Er rechne mit einer Steigerung des Zuschussbedarfs für die Kindergärten um jährlich eine Million Euro. Das Land Hessen dürfe die Kommunen mit der Entwicklung nicht alleine lassen.

Unternehmer-Barbecue

Kritische Fragen richtete SPD-Fraktionsmitglied Karl-Heinz Horstfeld an Bürgermeister Gottfried Störmer bezüglich des Unternehmer-Barbecues. Er wollte unter anderem wissen, wie hoch die Kosten seien und was das Treffen bisher „gebracht“ habe. Die neue Form der Kontaktbildung (sie hat den früheren Neujahrsempfang abgelöst) werde von den Unternehmern positiv bewertet, teilte Störmer mit. Dies zahle sich etwa in der Ausbildungskooperation mit der Alfred-Delp-Schule aus. Diesbezüglich sei der Kostenaufwand von 10 000 Euro für ein solches Barbecue gerechtfertigt.

Marius Schmidt (SPD) wollte wissen, wie es mit der Lebensmittelversorgung in Rosengarten aussieht, wenn der Einkaufsmarkt „Kaufland“ – wie angekündigt – im Februar 2020 den Standort verlässt. Nach Angaben des Bürgermeisters werde über eine Versorgung durch örtliche Landwirte über Hofläden nachgedacht. Der Eigentümer des Marktes suche nach Nachmietern, habe aber angekündigt, keine Ausbesserungsarbeiten am Gebäude vorzunehmen. urs

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