Lampertheim

Sport 24. EWR-Triathlon startet am 30. Juni / Veranstalter DLRG wirbt mit Naturnähe der ausgewählten Strecken / Bis zu 200 Ehrenamtliche im Einsatz

Läufer lieben landschaftliche Vorzüge

Archivartikel

LAMPERTHEIM.Nach dem Spargellauf ist vor dem Triathlon. Wem das Laufen nicht ausreicht, der schwimmt quer durch den See, radelt 20 Kilometer und hat den Lampertheimer Triathlon fest im Blick. Seit fast einem Vierteljahrzehnt lockt die Großveranstaltung bis zu 500 Hobby- und Spitzensportler in die Spargelstadt. Am Sonntag, 30. Juni, startet die 24. Auflage. Die DLRG wirbt als Veranstalter besonders mit einer landschaftlich schönen Streckenführung. Das wurde auch bei alljährlichen Pressegespräch wieder deutlich.

Der Startschuss für die ersten Sportbegeisterten fällt bereits um 9.20 Uhr, wenn Kinder und Jugendliche ins Wasser springen. Vom Badesee aus, in dem Erwachsene wahlweise 500 oder 750 Meter schwimmen, geht es mit dem Rad über die Klärwerkstraße auf die Umgehungsstraße raus in die Lampertheimer Natur.

Durch den Wald fahren Triathleten bis kurz vor die Autobahnbrücke an der Wildbahn, von wo aus es zurück zum See geht. „Unsere Radstrecke führt nur zu 20 Prozent durch die Stadt, der Rest durch die Natur wie Wald“, rechnet Susanne Hanselmann beim Pressegespräch vor. Die DLRG-Vorsitzende organisiert den Triathlon nun zum dritten Mal federführend. „Auch das Schwimmen im Naturgewässer ist nicht selbstverständlich“, findet sie.

Die abschließende Laufstrecke führt Sportler zwischen Alt- und Neurhein entlang des Naturschutzgebiets. „Landschaftlich“, sagt Hanselmann deshalb, „ist unser Triathlon einer der schönsten der ganzen Region“. Aber offenbar zum Teil auch etwas überraschend, was die Streckenführung betrifft. Denn die Vorsitzende erinnerte daran, sich besonders die Radstreckenführung vorher einzuprägen und auf Signale der Streckenposten zu achten. Bei den Schülern etwa sind Hin- und Rückweg nicht gleich. So sei es im vergangenen Jahr zu zahlreichen Disqualifikationen gekommen. Der Wettkampf wird von offiziellen Kampfrichtern des Hessischen Triathlon Verbandes (HTV) begleitet.

Die gesperrte Radstrecke führt außerdem zu einigen Verkehrsbehinderungen für Autofahrer. So wird an dem Tag die Landstraße nach Neuschloß und Hüttenfeld gesperrt, Neuschlößer werden durch den Wald nach Lampertheim geleitet.

Für die DLRG ist der Triathlon die Hauptveranstaltung im Kalenderjahr, mit der sie auch den ehrenamtlichen Einsatz für Lampertheim finanzieren muss. Von Bürgermeister Gottfried Störmer gab es deshalb ein dickes Lob. Auch, weil die Veranstaltung weit über die Stadtgrenzen hinaus wirke. Eine eingespielte Truppe von 20 Lebensrettern wird dabei von zahlreichen Vereinen und Organisationen unterstützt, so dass nahezu 200 Helfer im Einsatz sein werden.

Logistisch kann die Veranstaltung bis zu 500 Sportler aufnehmen. Pokale gibt es in diesem Jahr keine mehr. Dafür stellen zahlreiche Sponsoren Gutscheingeschenke und Medaillen bereit, was Hanselmann begrüßte.

272 Teilnehmer haben sich bisher trotz des zeitgleichen Ferienbeginns angemeldet. Und das, obwohl der Lampertheimer Triathlon in diesem Jahr auch mit einer echten Benchmark der Sportart konkurrieren muss. In Frankfurt steigt am selben Tag die offizielle Ironman-Europameisterschaft. Sportlich gesehen ist das Langdistanzrennen zwar keine Konkurrenz, allerdings zieht die Veranstaltung beim Showdown von gleich drei ehemaligen Ironman-Weltmeistern Tausende Zuschauer an. Mit der bisherigen Anmeldezahl sei man deshalb sehr zufrieden, heißt es in Lampertheim. Zumal die DLRGler aus der Vergangenheit wissen, dass sich viele erst kurz vor der Veranstaltung anmelden.

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