Lampertheim

Freizeit Turnverein, VfB und Sportgemeinde Hüttenfeld gründen Jugendspielgemeinschaft / Mehr Einsatzmöglichkeiten für Kinder vor Ort / Saisonstart im September

Lampertheimer Fußball für die Zukunft aufgestellt

Lampertheim.Den Nachwuchsbereich Deutschlands beliebtester Sportart plagen Sorgen, die den Bestand vieler Vereine gefährden. Doch im Lampertheimer Jugendfußball tut sich nun etwas. Pünktlich zur kommenden Saison wollen der Turnverein Lampertheim (TVL), die Sportgemeinde Hüttenfeld (SGH) und der VfB Lampertheim ihre Kräfte bündeln und so eine breite Basis für ihre jungen Mitglieder schaffen.

Das Dilemma stellte sich bis vor Kurzem wie folgt dar und ist für zahlreiche Clubs der Region existenzbedrohend: Wie bekomme ich für die nächste Spielzeit einen Kader zusammen, der auch bei verletzungsbedingten Ausfällen die Saison überdauern kann? Das Problem verschlimmert sich, wenn noch Abgänge hinzukommen, weil Spieler sich woanders bessere Perspektiven erhoffen oder einfach mit dem Sport aufhören. Das Ergebnis: Immer mehr Lampertheimer Vereine haben immer weniger Mannschaften, ganze Jugendklassen können nicht besetzt werden, die verbleibenden Aktiven wandern ab. Dies soll jetzt anders werden.

Von der B-Jugend abwärts treten die Jugendlichen ab sofort als Jugendspielgemeinschaft (JSG) Lampertheim an. „Ich hoffe sehr, dass wir mit diesem Schritt eine konstante und zukunftsorientierte Plattform für den Lampertheimer Jugendfußball erschaffen können“, gibt sich der Hüttenfelder Jugendleiter Joachim Zahn optimistisch.

Neben einem Team der B-Junioren wird die JSG Lampertheim zwei Mannschaften bei der C- und gleich drei bei der D-Jugend in den Wettbewerb schicken. Unterhalb dieser Altersgrenze, also bis zur E-Jugend, bleibt es bei den Vereinsmannschaften.

In der A-Jugend wird es 2020/21 keine JSG geben, da nur der TVL Aktive in diesem Alterssegment hat. Nachdem die Verantwortlichen den Zusammenschluss eingetütet hatten, kam es inzwischen schon zu einem Treffen der Spieler. So lernten die C-Jugendlichen der Jahrgänge 2006/2007 auf dem Gelände des VfB sich und die Trainer kennen, ebenso die B-Jugendlichen der Jahrgänge 2004/2005. Als Sportstätten stehen das Gelände am Hegwald in Hüttenfeld sowie in der Kernstadt der Sportpark Ost und das Adam-Günderoth-Stadion zur Verfügung. Die Vorfreude auf die im September beginnende erste gemeinsame Saison ist groß.

Da alle Beteiligten gewillt sind, Nägel mit Köpfen zu machen und dem Lampertheimer Jugendfußball dauerhaft auf eine neue Stufe zu verhelfen, gibt es auch schon Gedanken, die Jugendspielgemeinschaft zur Saison 2021/22 in einen festen Jugendförderverein (JFV) umzuwandeln.

Frank Mackenroth, Jugendleiter beim TVL, bezeichnete die Gespräche der drei Vereine miteinander als „vernünftig und konstruktiv“. Eine Spielgemeinschaft biete Einsatzmöglichkeiten für alle Kinder. Dabei verwies er auch auf die „guten Erfahrungen“ aus drei Jahren gemeinsamer Arbeit von TVL und SGH im A-Jugend-Bereich.

Alexander Gleißner, Jugendleiter des VfB, hält das Zustandekommen einer JSG die bald JFV werden soll, für alternativlos. Gegen den Zusammenschluss seien – wenn überhaupt – nur Erwachsene, aufgrund persönlicher Ressentiments gegenüber anderen Clubs. Gleißner: „Die Kinder wollen nur Fußballspielen und haben überhaupt keine Probleme miteinander.“ jkl

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