Lampertheim

Handball-A-Liga Herbe 16:26-Heimniederlage des TVL gegen Bonsweiher / Fehlen zweier Stammkräfte macht sich schmerzhaft bemerkbar

Lampertheimer kommen unter die Räder

Lampertheim.Am vergangenen Dienstag saßen die Handballer des TV Lampertheim noch bei einer Krisensitzung zusammen, wollten nach drei Niederlagen in Folge unbedingt die Trendwende schaffen. Doch am Sonntagabend herrschte Ernüchterung: Mit 16:26 (9:11) unterlagen die Lampertheimer in eigener Halle der SKG Bonsweiher. Allerdings versuchte TVL-Trainer Achim Schmied, diese Niederlage richtig einzuordnen: „Wir hatten gute Aktionen, gerade in der Deckung. Im Angriff fehlten die Automatismen und das war letztlich entscheidend.“

Tatsächlich musste Schmied mit Matthias Zielonka und Michael Redig auf zwei Leistungsträger verzichten. Zielonka plagt sich mit einer schmerzhaften Entzündung im Ellbogen herum, während Redig genommen hatte. „Damit hatte ich keine Spieler mehr für die halben Rückraumpositionen“, erklärte der Trainer, der dafür auf eine ganze Reihe Spieler aus der A-Jugend zurückgriff. „Die haben ihre Sache wirklich gut gemacht. Aber gerade im Angriffsspiel kommt es auf das richtige Timing an und das kann einfach nicht stimmen, wenn man in dieser Konstellation noch nie zusammengespielt hat“, wollte Schmied die Niederlage nicht zu hoch hängen. Stattdessen sah er durchaus positive Ansätze: „Seit zwei Wochen beschäftigen wir uns im Training mit einer 3:2:1-Deckung, haben diese heute erstmals gespielt und das hat wirklich gut geklappt. Die elf Gegentore in der ersten Hälfte sind ja absolut in Ordnung gewesen“, so der Coach.

Die Lampertheimer hatten in erster Linie mit dem durchsetzungsstarken rechten Rückraumspieler der Gäste, Benedikt Brehm, große Probleme. Doch als man sich auf diesen besser eingestellt hatte, blieb man dran und hatte beim 9:11 zur Pause noch alle Chancen.

Lob des Gegners für Talente

„Wir wollten in der zweiten Hälfte mit mehr Druck aus der Deckung heraus spielen und im Positionsangriff möglichst einfache Mittel einsetzen“, erklärte Schmied, doch der Schuss ging nach hinten los. Der TVL leistete sich einen technischen Fehler nach dem anderen und lag in der 40. Minute schon hoffnungslos mit 10:18 hinten. „Damit war das Spiel entschieden. Wir hatten nicht die Mittel, das noch einmal aufzuholen“, musste der Lampertheimer Trainer zugeben. „Aber das ändert nichts daran, dass die Defensive nicht verkehrt war. Darauf können wir aufbauen.“

Gäste-Trainer Frank Schmiedel hatte natürlich lobende Worte für seine Mannschaft parat: „Heute hat ein Rädchen ins andere gegriffen.“ Aber vor der Arbeit des TV Lampertheim hat er auch großen Respekt: „Wie oft wäre ich in dieser Runde froh gewesen, wenn wir eine A-Jugend in der Hinterhand gehabt hätten. Hier sind richtig gute junge Spieler, mit denen man einfach auch Geduld haben muss. Lampertheim kann sich glücklich schätzen, solch einen Unterbau zu haben.“

Das sieht Schmied natürlich ganz genauso: „Wir müssen in den nächsten Wochen und Monaten den Spagat schaffen, die Jungs aus der A-Jugend zu integrieren, aber auch wieder fleißig Punkte zu sammeln.“

TVL-Tore: Frei (4), Strubel (3), Eschenauer, Deissler, Emmerich (je 2), Karb, Pfendler, Lochbühler (je 1).

SKG-Tore: Brehm (6), Maaß, Schemenauer, Wiegand (je 4), Mader (3/3), Silber, Walter (je 2), Eckstein (1).

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