Lampertheim

Tour Grüne Jugend Bergstraße zu Gast bei wolligen Tieren / Paarhufer war schon Maskottchen

Lampertheimer Lamas bekommen grünen Besuch

Lampertheim.„Das ist Bobby, ein halbwolliges Lama, das ist Harry ein vollwolliges Lama und das ist Nelson, auch ein wolliges Lama“, stellt die Besitzerin Marion Lemahieu ihre drei Wiederkäuer vor. Die Hengste grasen im „Lama Paradies“ auf einem Anwesen von Lemahieus Lebensgefährten Ralph Seelinger. Marion Lemahieu ist zusammen mit Moritz Müller Sprecher der Grünen Jugend Bergstraße.

Müller und weitere Mitglieder haben sich auf den Weg zum „Lama Paradies“ gemacht, denn einmal im Jahr wollen Lemahieu und die jungen politisch interessierten Leute eine Lama-Wanderung durchführen. Auch einige Lampertheimer möchten sich das besondere Ereignis nicht entgehen lassen und gesellen sich zur Gruppe. Mit Moritz Müller sind auch Nele Siedenburg, Sprecherin der Grünen Jugend Hessen, und Lea Wreesmann, die Frauenpolitische Sprecherin aus dem Landesvorstand sowie Aline Zuchowski, die Landtagskandidatin des Wahlkreises 54 (Bergstraße West) gekommen.

Tiere begeistern Politiker

„Heute ist es aber für eine Wanderung viel zu heiß und zu schwül“, sagt die Besitzerin. Sie ist besorgt um ihre Lama-Hengste. Lemahieu und ihr Freund hatten sich entschieden, Kameliden zu halten und deshalb die drei Lamas gekauft. Die gebürtige Französin ist stolz auf ihre Tiere und ein wenig verliebt in sie. „Sie haben weiche Wolle, niedliche Augen und sind einfach zu halten“, schwärmt Lemahieu. Doch gewerblich betreibe sie die Lama-Wanderungen nicht und habe deshalb auch kein Geschäftsmodell. „Es sind Nutztiere“, betont die Tierfreundin. Die Gäste und Politikerkollegen dürfen das braune Fell der drei- und zweijährigen Tiere bürsten, aber auch mal mit ihnen kuscheln.

„Es kann auch eine Spuck-Attacke erfolgen“, warnt Lemahieu. Und schon legt Harry verdächtig die Ohren am Kopf an. Lamas seien ruhige, unkomplizierte Herdentiere, aber neugierig, meint die „grüne“ Französin. „Sie fressen Gras und Heu und saufen vor allem jetzt viel Wasser“, so Lemahieu. Einige Grünenpolitiker dürfen die Tiere mit Leckerlies verwöhnen. Weil bei den Lamas kein Fellwechsel stattfinde, werden sie alle zwei Jahre geschoren. Am Bauch und Rücken allerdings auch mal zwischendurch. Im vergangenen Jahr hat sich die Grüne Jugend Bergstraße neu gegründet, erläutert Müller beim Spaziergang durch die Gärten.

Für den Wahlkampf vor der Bundestagswahl wurde bei der Grünen Jugend damals auch überlegt, wie ihr Maskottchen aussehen könne. „Warum nicht ein Lama?“, fragten sich die Mitglieder daraufhin, berichtet Moritz Müller. Und so hieß das Motto „Lama Wahlkampf“. Wenn die Tiere nicht mehr scheu seien, dann wollten die jungen Grünen die Paarhufer einmal an einem Infostand vorstellen. „Das werden mal andere Begegnungen sein“, sagt Müller schmunzelnd.

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