Lampertheim

Verein Bei der Generalversammlung skizzieren die Mitglieder ihre zahlreiche Vorhaben für die kommenden Monate / Petition zur Brustkrebsvorsorge geplant

Landfrauen werden immer beliebter

Lampertheim.Die Lampertheimer Landfrauen gehen mit der Zeit, der Zusammenhalt ist ihnen wichtig und der Verein wird immer beliebter. Elf weitere Frauen schlossen sich der Gemeinschaft in diesem Jahr an. „Damit zählt der Landfrauenverein 157 Mitglieder und es ist eine schöne Mischung von Altersklassen“, sagte Marita Billau, die Sprecherin des Teamvorstandes.

Zumal es nicht selbstverständlich sei, dass ein Verein wachse. Der Teamvorstand hatte zur Generalversammlung mit anschließender Weihnachtsfeier eingeladen. „Das erste Mal in das Gasthaus ’Zur Krone’. Und diese für die Landfrauenfeier neuen Räumlichkeiten bringen vielleicht auch neuen Weihnachtszauber, wenn die Mitglieder noch dazu Ruhe und Besinnung mitgebracht haben“, wünschte sich Billau.

Theater ist das Aushängeschild

Das erste Mal gab es von den Landfrauen-Theaterleuten keine Komödie zu erleben, da die Regisseurin Traudel Hilsheimer ihr Amt niedergelegt hat und es nun in jüngere Hände legen möchte. Sie wurde für 20 Jahre als Leiterin der Theater-AG geehrt. Seit 2000 existiert die offene Theatergruppe. „Die Theater-AG ist das Aushängeschild unseres Landfrauenvereins“, sagte Billau. Außerdem wurden langjährige Mitglieder ausgezeichnet und weiteren Landfrauen wurde für deren engagierte Bereitschaft gedankt. Darunter Susanne Herbel, Andrea Strauß und Monika Wegerle für die Organisation und Übernahme der Reiseleitung der Landfrauenfahrten. „Neben den vielen Aktionen gab es seit 1999 jedes Jahr eine Fahrt“, erklärte Billau. Ebenso ging Billaus Dank an die Gymnastikleiterin Irene Schout, an die Landfrauenbuch-Gestalterin Ulrike Hummel, der Gastgeberin bei der Spargelwanderung Karin Hesse, den fleißigen Kuchenbäckerinnen, die sich vor den Veranstaltungen an den Backherd stellten und den Frauen, die Rundbriefe und Jubiläumsgeschenke überbrachten.

Dem Vorstand seien Frauen wichtig, die mitdenken und neue Ideen haben, damit der Verein zeitgemäß bleibe. Die Vorsteherin richtete ihren Dank an die Mitglieder und an den Teamvorstand. Es sei eine harmonische Zusammenarbeit. Nach dem Bericht der Kassenwartin Christa Wetzel stimmten die Frauen ab, der Lukasgemeinde 600 Euro zu spenden.

Die Landfrauen feierten zum Beispiel das Erntedankfest unter dem Dach der Evangelischen Gemeinde und nun könne die Lukasgemeinde die Spende für die Dach-Sanierungsarbeiten der Domkirche gut verwenden.

Aktuelle politische Themen

Weiterhin wurde eine Petition gestartet, um zu erreichen, dass die Altersgrenze im Mammographie-Screening-Programm auf 75 angehoben werde. Die Situation in der Landwirtschaft sei nicht einfach, verdeutlichte Billau. Die Bauern hätten zu viele Einschnitte hinzunehmen. Als Beispiel nannte sie die Flächenverluste zu Lasten der Landwirtschaft und die Einschränkung der umstrittenen Pflanzenschutzmittel, verankert im Agrarpaket der Bundesregierung.

Die Jungbauern wollten mit in die Gespräche genommen werden, bekräftigte Billau. Und verwies auf den Landfrauenabend anlässlich der Landwirtschaftlichen Woche am 28. Januar in der Stadthalle Gernsheim, 19.30 Uhr. Im Laufe dieses Abends wird sich Journalist und Buchautor Andreas Möller unter anderem mit der Akzeptanz von neuen Technologien beschäftigen. Er referiert über sein Buch „Zwischen Bullerbü und Tierfabrik. Warum wir einen anderen Blick auf die Landwirtschaft brauchen.“

Da Marita Billau auch die Vorsitzende der Bezirkslandfrauen ist, gab sie nach den anstehenden Aktivitäten des Lampertheimer Vereins auch die Veranstaltungen auf Bezirksebene bekannt. Am 27. Februar starten die Lampertheimerinnen nach Wien. Anmeldungen werden noch entgegengenommen. Als sehr wichtig und sehr gut besucht beschrieb Billau die Treffs der Landfrauen-Kids-Gruppe „Bauernhof als Klassenzimmer“. Bei den Veranstaltungen werden verschiedene Betriebe besucht und Kulturen erklärt.

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