Lampertheim

Diskussion SPD/FDP-Koalition für Foyer-Ausbau in Pfeiffer-Halle als Alternative zum Biedensand-Campus

Landrat: Kulturstätte ist seriös gerechnet

Archivartikel

Lampertheim.Für eine „Mischnutzung“ der Hans-Pfeiffer-Halle hat die SPD/FDP-Koalition gestimmt, sollte es nicht gelingen, die schulsportlichen Tätigkeiten komplett aus der Halle auf den geplanten Biedensand-Campus zu verlegen (SHM vom 28. Oktober). Doch damit ist nicht eine sportlich wie kulturell genutzte Sporthalle gemeint, wie SPD-Fraktionschef Marius Schmidt gegenüber dieser Zeitung klarstellt, sondern eine Art Getrenntnutzung.

So hat die Koalition in ihrem Antrag zur Stadtverordnetenversammlung am Freitag, 25. Oktober, den Ausbau des Foyers der Hans-Pfeiffer-Halle ins Auge gefasst, sollte in der Halle weiter Sport getrieben werden. Damit würde die sportliche und die kulturelle Nutzung des Gebäudes einander nicht überschneiden. Stattdessen könnten Synergien genutzt werden, etwa im Bereich der sanitären Anlagen.

Auch würde durch einen Ausbau des Foyers für bis zu 800 Plätze vermieden, dass Teile des Außengeländes in Anspruch genommen werden müssten. Dies gilt als problematisch, da der Untergrund mit Deponiemüll belastet ist. Außerdem sollen die Parkplätze erhalten bleiben. Schmidt weist auch darauf hin, dass ein Ausbau des Foyers bei weitem nicht so teuer wäre wie der Neubau einer Kulturstätte.

14 Millionen als Grundlage

Unterdessen widerspricht der Sprecher des Landratsamtes, Johannes Bunsch, der Behauptung im SHM-Kommentar zur Stadtverordnetenversammlung, die Zahl, mit der Landrat Christian Engelhardt die Investitionskosten für den Bau einer Kulturstätte auf dem Campus-Gelände beziffert hat, sei „in den Raum geworfen“ worden. Die von Engelhardt genannten 14 Millionen seien auf der Basis der städtischen Bedarfsangaben von Architekten ermittelt worden. Sie bildeten deshalb eine seriöse Diskussions- und Entscheidungsgrundlage.

Bunsch legt auch Wert auf die Feststellung, dass der Landrat von Beginn an zwar seine Bereitschaft erklärt habe, der Stadt eine Fläche für Vorhaben wie das einer Kulturstätte vorzuhalten. Damit sei aber zu keiner Zeit eine Art kooperativer Vorgehensweise, etwa im Sinne einer Teilfinanzierung, gemeint gewesen. urs

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