Lampertheim

Fährverein Erste Ausfahrt kommenden Sonntag geplant / Aktionstag „Lebendiger Altrhein“ am 16. Juni geplant

Leinen los für die neue Saison

Archivartikel

Lampertheim.Die Winterpause ist vorbei. Die Saison auf dem Wasser kann beginnen. Das gilt auch für die Lampertheimer Fähre. Wie Werner Reuters, Vorsitzender des Fährvereins, mitteilt, startet die Fährsaison am Sonntag, 7. April. Die Fähre sei sommerfit gemacht, mit neuer Beschilderung versehen und entsprechend den Vorschriften ausgerüstet, heißt es in der Pressemitteilung des Vereins.

Zu Ostern werde es offene Fahrten geben – vorausgesetzt die Wasserverhältnisse und das Wetter spielen mit. Dazu sei eigens ein Online-Ticket-Verkauf eingerichtet, der rechtzeitig freigeschaltet werde. Weitere Auskünfte zu den Fahrten gibt es auf der Homepage www.faehre-lampertheim.de oder telefonisch unter 0152/28718374. Auf der Homepage ist auch ein Link zum Ticketshop.

Verein organisiert mit

Wie der Vorstand des Fährvereins weiter mitteilte, werde die Fähre auch ein Bestandteil des geplanten Aktionstages „Lebendiger Altrhein 2019“ sein. Der Aktionstag ist für Sonntag, 16. Juni, von 11 bis 15 Uhr geplant und soll auf dem Altrhein und am Altrheinufer zwischen WSV-Gelände und dem „Alten Hafen“ stattfinden. Der Fährverein ist Mitorganisator.

In der Winterpause 2018/2019 haben sich die Vereinsmitglieder wieder um die Geschichte des Lampertheimer „Alten Hafen“ gekümmert. Dabei sind laut Reuters einige erstaunliche Dinge zutage getreten. So sei beim Sichten historischer Schriften ein Hinweis aufgetaucht, dass König Ludwig der Deutsche im Jahr 865 dem Kloster Lorsch einen Hafen schenkte, um aus diesem Hafen heraus rund um Worms freien Handel treiben zu dürfen. Wo der Hafen lag, sei noch Gegenstand weiterer Untersuchungen. Gesichert sei aber, so Reuters, dass Lampertheim im 17. und 18. Jahrhundert einen kleinen Hafen, eine so genannte Schifflände, hatte. Belegt sei, dass mit Neckarschiffen, auch Humpler oder im Volksmund „Neckarschleimer, genannt, roter Sandstein aus dem Neckartal nach Lampertheim geliefert wurde. Aus ihnen seien beispielsweise die Schulhäuser in der Römerstraße, Häuserfundamente und andere Bauten erstellt worden.

Vergleich geschlossen

Dass ein solcher freier Handel überhaupt zustande kam, sei durch einen Vergleich, der 1723 zwischen der Kurpfälzischen Bruderschaft und den Untertanen des Fürsten Metternich geschlossen worden sei. Die Nachen- und Schiffsführer wurden durch diesen Vergleich zu einer einmaligen Zahlung von 300 Gulden angehalten und dafür von allen Neckarbaukosten befreit und erhielten außerdem das Recht, „ungehindert“ auf dem Neckar und auf dem Rhein bis Worms, Speyer und Philippsburg Holz, Kohlen, Baumaterialien, Wein, Heu, Stroh, Hafer, Früchte, Personen und Gepäck von und nach Neckarsteinach zu transportieren. Allerdings sei es verboten gewesen, Frachtgeschäfte für andere Orte zu übernehmen. red

Info: Termine und Tickets unter www.faehre-lampertheim.de

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