Lampertheim

FDP Antrag auf intensivere Öffentlichkeitsarbeit

Liberale streben nach mehr Präsenz

Lampertheim.Insgesamt 14 Mitglieder des FDP-Stadtverbands fanden sich im Alten Rathaus in Lampertheim zur Jahreshauptversammlung ein. Bei der Wahl des neuen Vorstandes tauchte ein neuer Name auf: Frank Behrens, seit rund einem Jahr Mitglied bei der FDP, möchte sich einbringen. Behrens war zuvor politisch eher links orientiert. „Ich habe mich entschieden, politische Verantwortung zu übernehmen und mir dafür die FDP als freie, liberale Partei ausgesucht“, erklärte Behrens, der wie Fraktionsmitglied Stefanie Teufel zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt wurde.

„Wer bis 40 kein überzeugter Sozialist war, hat kein Herz. Und wer mit 40 immer noch Sozialist ist, hat keinen Verstand“, kommentierte der Fraktionschef der FDP im Kreistag, Christopher Hörst, die Erklärung des Neugewählten. Als Schatzmeister der Lampertheimer FDP wurde Kurt Netscher bestätigt. Das Amt des Europabeauftragten bleibt bei Gerhard Pflästerer. Thomas Bittner behält den Vorsitz. Beisitzer sind Manfred Manske, Hans Maschke, Gernot Diehlmann und Andreas Beth, Fritz Röhrenbeck ist Fraktionsvertreter.

Stadtrat Gottlieb Ohl stellte den Antrag auf die Bildung von Arbeitsgruppen zur Vertiefung der Schwerpunktthemen des FDP-Stadtverbandes im Hinblick auf die Kommunalwahl 2021. Zu diesem Zweck sollen die Mitglieder aktiv einbezogen und die Öffentlichkeit umfangreicher informiert werden. „Diese Arbeit können die Fraktionsmitglieder alleine nicht meistern, wir müssen uns in der Öffentlichkeit breiter aufstellen, dies muss auf mehreren Schultern verteilt werden“, forderte Ohl.

Fraktionsmitglied Helmut Hummel ergänzte: „Wir haben für Lampertheim dicke Bretter zu bohren, dies muss an die Öffentlichkeit, hier können sich alle Parteimitglieder konstruktiv einbringen.“ Stefanie Teufel sieht als wichtigste Maßnahme die Neugewinnung von Parteimitgliedern. In den letzten drei Jahren kamen elf Personen hinzu, doch es mangelt an Verjüngung und an Frauen, die sich für die politische Arbeit der FDP interessieren.

Die wichtigsten Zukunftsthemen der Lampertheimer FDP sind Stadtumbau, Stadtmarketing, sozialer Wohnungsbau und eine Verwaltungsüberprüfung sowie die bevorstehende Europawahl. Zum Thema Windkraft äußerte sich die Lampertheimer FDP kritisch: „Es kann nicht sein, dass die Stadt Mannheim eine Windkraftanlage vor die Tür von Lampertheim setzt.“

Sorgenkind Ultranet

Ein weiteres Sorgenkind der FDP ist der geplante Freileitungsbau für das Ultranet, das sich möglicherweise schädlich auf die Gesundheit der Menschen auswirke. Hummel fordert aussagefähige Messungen der Magnetfelder und eine entsprechend fundierte Forschung, um Folgeschäden für Mensch und Tier auszuschließen. Ein weiteres Brennpunkthema ist die Entschlammung des Altrheinabschnittes. Sollten sich Land und Bund aus der Verantwortung für den Gewässerabschnitt zurückziehen, sei die Stadt für die Unterhaltung des Altrheinabschnittes bei Lampertheim komplett selbst zuständig. „Dies könnte erhebliche Kosten nach sich ziehen“, warnte Hummel.

Hinsichtlich der Gebührenerhöhung durch den Zweckverband Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße (ZAKB) forderte Hummel eine öffentliche Transparenz der tatsächlichen Betriebskosten. „Jeder Bürger, der an die Abfallentsorgung angeschlossen ist, ist Vertragspartner und hat ein Recht auf transparente Aufschlüsselung der einzelnen Gebührengrundlagen.“ hei

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