Lampertheim

London Pub Weihnachts-Wintergarten eröffnet / Ort der Begegnung mit Kunsthandwerk

Liebevoll gefertigte Handarbeit

Archivartikel

Lampertheim.Wenn im Garten des London Pub unzählige Lichter blinken, ein metallener Christbaum steht, der Bär Oskar eine rote Zipfelmütze trägt und die prächtige Krippe mit den lebensgroßen Figuren – geschaffen von Thomas Nieter und Jürgen Klotz – angestrahlt wird, dann hat Pub-Besitzer Friedrich Hackstein seinen Weihnachts-Wintergarten eröffnet, um vorweihnachtliche Stimmung zu zaubern.

Der Duft nach Glühwein und Erbsensuppe schwebte in der Luft. Und trotz der ungemütlichen Witterung hatte sich eine große Besucherschar eingefunden. „Hier ist ein Ort der Begegnung“, meinte eine Besucherin. Hackstein hatte noch viel mehr zu bieten, nämlich attraktives und qualitativ hochwertiges Kunsthandwerk von vier Ausstellern in seiner Kneipe. Matthias Braun hatte seine Braun’sche Flaschenwerkstatt aufgebaut und mit dem Hinweis versehen: „Ich rücke Ihre Flasche in das richtige Licht“.

Originelle Spirituosen-Flaschen wurden zu Designerlampen und dienen als Lichtquelle. „Natürlich habe ich nicht alle leergetrunken“, erklärte Braun lachend. Eine Gin-Flasche erhielt für die Lichtquelle einen kleinen Lampenschirm und eine Weinflasche eine Innenbeleuchtung.

Eine Vielfalt an Kunsthandwerk präsentierten Annette Eder und Anja Kolb-Kokocinski. Die Hüttenfelderinnen verarbeiteten Beton und ließen Lichterschalen, Sterne und Tannenbäumchen entstehen. Die kreativen Unikate wurden dann als Weihnachtsdekoration für das Zuhause oder zum Verschenken gekauft. „Für die handgefertigten Produkte experimentieren wir auch gerne mit Farben“, verrieten die Kunsthandwerkerinnen.

Taschen und Tischläufer

Ein Hingucker war auch das Fairtrade Kunsthandwerk, das die Wormser Designerin Promise Kliebe vorstellte. Sie zeigte – in verschiedenen Größen – Taschen, die in Kenia gefertigt und Tischläufer, die in Ghana produziert werden. Die Produkte stehen unter dem Namen „AMA Fashion“, das ein Team von gut ausgebildeten Personen sei, das immer auf der Suche nach den neuesten Trends im Bereich des Fashion Designs in ihren Ländern sei.

Kliebe erklärte, dass alle Produkte von talentierten Fachkräften in Ghana und Kenia hergestellt würden. In den Arbeiten solle sich die Vielfalt des Kontinents Afrika widerspiegeln. Die „AMA Fashion“ unterstütze die Herstellerinnen durch Ausbildung, Weiterbildung und Aufträge, mit denen sie sich und ihre Familien finanzieren könnten.

Allerliebst aussehende Kinderbekleidung hatte Petra Bärwald genäht, die vor allem von Müttern und Omas bewundert wurde. Aus farbenfrohen Stoffen mit lustigen Motiven fertigte die Hobby-Schneiderin eine Vielzahl von hübschen Teilen. So zierten eine Kinderhose der Kinderfilmheld Feuerwehrmann Sam sowie eine Mütze und Halssocke die Flitzer des Animationsfilmes „Cars“. Die Ausstellungsbesucher waren begeistert von der liebevoll gefertigten Handarbeit.

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