Lampertheim

Neuschloss Jusos Ried stiften offenen Bücherschrank

Literatur tauschen

Archivartikel

Neuschloss.Auch Neuschloß hat als letzter Lampertheimer Stadtteil einen frei zugänglichen Bücherschrank. Die Jusos Ried haben Neuschloß das Literatur-Tauschsystem zum 550-jährigen Jubiläum spendiert. Der offene Bücherschrank wurde nun seiner Bestimmung am Ahornplatz übergeben. Erste Werke sind auch schon vorhanden.

In knapp anderthalb Stunden hatten die jungen Sozialdemokraten den wetterfesten Gartenschrank aufgebaut und umfunktioniert. Statt mit Werkzeugen haben sie den Schrank mit Schmökern von Charlotte Link oder Ken Follett gefüllt. Der Bauhof wird die Vorrichtung fest am Boden fixieren.

Die Regeln für den offenen Bücherschrank: Er darf niemals leer sein. „Wer gelesene Bücher nicht mehr braucht, kann sie hier abgeben und damit anderen eine Freude machen“, erklärt SPD-Fraktionsvorsitzender Marius Schmidt einem Dutzend Neuschlösser Bürgern. Dafür könne man sich andere Bücher heraus suchen, die man selbst noch nicht gelesen hat. So soll ein Tauschsystem für gebrauchte Literatur entstehen. Eine erste große Bücherkiste hat eine Lampertheimer Familie bereits gespendet – von Reiseführern über Fantasy-Bestseller ist für jeden etwas dabei. „Das ist ein Stück Infrastruktur für Neuschloß“, findet Schmidt. Gleichzeitig wertet es der Sozialdemokrat als Signal: Für kostenlose Bildung und Unterhaltung aller Altersgruppen und gegen die Wegwerfgesellschaft. Ähnliche Einrichtungen gibt es in Hofheim, Hüttenfeld, Rosengarten und im Stadtpark. Bürgerkammer-Vorsitzende Carola Biehal glaubt an eine rege Nutzung ihrer Mitbürger. Auf dem Ahornplatz steht der robuste Holzschrank unter einem Baum und neben einer Bank. Auch ein neues Café wenige Meter weiter soll in Kürze eröffnen. „Idyllischer könnte es doch nicht sein“, freut sich Biehal über optimale Voraussetzungen. ksm

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