Lampertheim

Jubiläum Werner Maul blickt auf sein facettenreiches Leben zurück

Lob für Lampertheimer

Archivartikel

Lampertheim.Sein neuntes Lebensjahrzehnt begann Werner Maul gestern und seine Beweglichkeit ist schon etwas eingeschränkt, wie er Bürgermeister Gottfried Störmer bei dessen Gratulation erzählt. Nun, vielleicht unterstützen seine Beweglichkeit die schmackhaften Säfte, welche der Bürgermeister – zusätzlich zur Gratulationsurkunde – als Präsent mitgebracht hatte.

Geboren wurde der Jubilar in Leipzig, wo er in einer Familie mit zwei Brüdern aufwuchs. Nach der Schule begann er eine Lehre als Spengler und Installateur, konnte sie aber nicht beenden, da Werner Maul 1944 zum Militär einrücken musste. Bis nach Italien hat es ihn als Soldat verschlagen, mit viel Glück entging er einer Gefangennahme durch die Amerikaner. Auf einem Bauernhof erlebte er das Kriegsende und kehrte 1946 nach Leipzig zurück.

Hier beendete er seine Ausbildung und ging 1949, wie so viele Ostdeutsche, über die „grüne Grenze“ in den Westen. Mannheim war sein Ziel und hier arbeitete er bis zur Rente bei verschiedenen Handwerksbetrieben. Seine spätere Ehefrau Veronika arbeitete in der Nähe und fuhr jeden Tag mit dem Rad vorbei, erzählt der Jubilar. Irgendwann funkte zwischen den beiden und die Hochzeit erfolgte 1951. Sohn Erhard kam 1952, Sohn Fritz 1955 zur Welt und als Nachzügler vervollständigte Sohn Jürgen 1963 die Familie. Mittlerweile kann Werner Maul stolz auf sechs Enkel schauen.

Auf der Schönau im eigenen Haus wohnte die Familie, auch in Birkenau lebten sie zeitweise – aber als die Beschwerden des Alters zunahmen, holte Sohn Fritz 2009 die Eltern nach Lampertheim. Jetzt kann er mal schnell helfen, wenn Bedarf ist. Aber zum Mittagessen gehen Werner und Veronika Maul noch selbstständig: Im Krankenhaus Maria Verkündigung besteht ein Angebot. „Ich muss die Lampertheimer loben, denn sie sind sehr hilfsbereit, wenn man mit dem Gehen Schwierigkeiten hat“, versicherte der Jubilar.

Gefragt nach seinen Hobbys erzählte Werner Maul, dass er lange Zeit intensiv filmte und fotografierte. Sogar Trickfilme waren dabei, bestätigte auch Sohn Fritz die umfangreiche Sammlung. Der achtet auch darauf, dass die Eltern nicht den Kontakt zur Öffentlichkeit verlieren. Am Abend kamen noch Verwandte zum Gratulieren. sto

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