Lampertheim

Commerzbank Ärger über Filialschließung

„Man fühlt sich richtiggehend verhöhnt“

Archivartikel

Lampertheim.Dass die Commerzbank-Filiale in der Lampertheimer Kaiserstraße schließen würde, hat der „Südhessen Morgen“ im August berichtet. Inzwischen ist die Filiale zu. Commerzbank-Kundin Ursula Böhme ist von ihrer Bank mit Schreiben vom 28. September informiert worden – reichlich spät, wie die „SHM“-Leserin findet.

Die Filiale hatte mit Ausbruch der Corona-Pandemie ihre Beratungstätigkeiten eingestellt. Doch jetzt ist auch der Servicebereich geschlossen. Bankgeschäfte können ab sofort mobil, online oder telefonisch über das Kundencenter erledigt werden, wie die Bank in ihrem Kundenanschreiben mitteilt. Dies alles unter der Überschrift: „Der Ort ändert sich. Der gute Service bleibt.“ Persönliche Beratungen könnten in der Filiale in Mannheim-Sandhofen vereinbart werden.

Nicht alle Kunden seien jedoch mobil oder in der Lage, ihre Bankgeschäfte online abzuwickeln, merkt Ursula Böhme im Gespräch mit dieser Redaktion an. Die Nummer des zentralen Kundenservice in Frankfurt sei dauerbesetzt. „Man fühlt sich richtiggehend verhöhnt“, schildert sie ihren Eindruck. Wenigstens einen Geldautomaten hätte die Commerzbank noch in Lampertheim stehen lassen können. Sie erwäge nun, die Bank zu wechseln.

Eine Regional-Sprecherin der Commerzbank verwies auf Anfrage dieser Redaktion auf alternative Möglichkeiten, mit der Bankkarte oder dem Smartphone in Supermärkten, Drogerien oder Postbank Geld abheben und bezahlen zu können. Zu beobachten sei, dass auch immer mehr ältere Menschen die digitalen Angebote der Bank nutzten. Der Lampertheimer Kundin rät sie, sich bei Fragen an einen Berater der Filiale in Mannheim-Sandhofen zu wenden. Sie teilt ferner mit, die Räumlichkeiten in der Kaiserstraße habe die Bank angemietet. urs

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