Lampertheim

Ehrenamt 23 Vereine aus Lampertheim und den Stadtteilen werden in den Kategorien Sport, Kultur, Jugendgruppen und Anerkennungspreise ausgezeichnet

Manfred Boxheimer erhält Stadtplakette

Archivartikel

Lampertheim.„Ihr ehrenamtliches Engagement ragt heraus und ist Vorbild. Sie machen Lampertheim lebenswert.“ Was Bürgermeister Gottfried Störmer am Samstagabend in der Hans-Pfeiffer-Halle mit diesen Worten auf den Punkt brachte, ist für die Verwaltung der Spargelstadt seit vielen Jahren Motivation und Anlass, Vereine im Rahmen der Verleihung der Vereinsförderpreise zu ehren. 23 von ihnen erhielten diesmal in den Kategorien Sport, Kultur, Jugendgruppen und Anerkennungspreise eine Würdigung, verbunden mit einem je nach Platzierung variierenden Geldbetrag. Darüber hinaus gab es ein unterhaltsames Rahmenprogramm.

Der Abend begann mit zwei Musikstücken des evangelischen Posaunenchors Hofheim unter der Leitung von Dirk Hindel. Bei seiner Begrüßung legte Störmer den Fokus auf die vielfältigen Aktivitäten, denen sich Mitglieder der Clubs widmen, ohne dafür nach Bezahlung zu fragen. Er betonte, dass ein solcher Einsatz gleichermaßen Sinn und Halt geben und das eigene Selbstwertgefühl stärken könne. Besonders unterstrich er aber, „dass dabei religiöse und kulturelle Hintergründe keine Rolle spielen“.

Gleich zu Anfang ging die Stadtplakette in Bronze an Manfred Boxheimer. Boxheimer trat bereits 1954 im Alter von 13 Jahren dem Hofheimer Sängerquartett Liederkranz bei und ist dort inzwischen seit über 50 Jahren als Chorleiter aktiv, die gleiche Funktion nimmt er seit 1977 beim evangelischen Kirchenchor Hofheim wahr. Der Bürgermeister charakterisierte ihn als Mensch mit „bemerkenswerter Geduld“, dem es immer wieder gelänge, junge Leute für die Musik zu begeistern. Ihm zu Ehren trat in der Folge das Sängerquartett auf – selbstverständlich unter Boxheimers Leitung.

Breites Spektrum an Aktivitäten

Danach wurden die Vereinsförderpreise im Bereich Kultur vergeben. Ein katholischer Kirchenchor St. Andreas der in Krankenhäusern und Altenheimen singt, eine umtriebige Musikschule, die über 900 Schüler unter ihre Fittiche genommen hat, oder eine Volksbühne, die im Laufe der Jahrzehnte einen sechsstelligen Betrag für wohltätige Zwecke stiftete: Stadtrat Gottlieb Ohl konnte auf ein breites Spektrum an Aktivitäten verweisen und pries den „hohen Stellenwert“, den kulturelle Belange in Lampertheim hätten. Zur Auflockerung gaben dann die beiden Garden des Hofheimer Carneval Vereins, Flower Powers und Piccolos, eine Kostprobe ihres Könnens.

Bei aller Wertschätzung benannte Stadtrat Hans Schlatter bei der Übergabe der Vereinsförderpreise für den Bereich Sport auch Probleme und Widrigkeiten, mit denen sich die Organisationen auseinanderzusetzen haben. „Sie werden von Behörden mit Vorschriften gegängelt und von Verbänden mit hohen Abgaben ausgelutscht“, so Schlatter, der seiner Vermutung Ausdruck gab, dass dies ebenfalls Gründe dafür sind, warum sich die Vereine immer schwerer tun Vorstandsposten zu besetzen.

Auf die gelungene Darbietung des Schlagerchors der Musikschule um Joachim Sum folgte die Übergabe der Preise aus der Kategorie Jugendgruppen und Anerkennungspreise. Diese übernahm Erster Stadtrat Jens Klingler.

Im Anschluss daran bedankte sich die Erste Vorsitzende des Turnvereins Lampertheim, Sabine Gärtner, im Namen der Geehrten bei der Stadt für die „hervorragende Unterstützung“. Die Verwaltung sei bei der Bereitstellung von Räumlichkeiten, wie bei der finanziellen Unterstützung beim Ankauf von Material stets hilfsbereit und unkompliziert. Sabine Gärtner betonte: „Wir hoffen, weiterhin einen Beitrag zur Steigerung der Attraktivität Lampertheims zu leisten und damit auch das Gemeinwohl zu fördern.“

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