Lampertheim

Religion Viele Teilnehmer bei Andacht und Laternengang der Katholischen Gemeinde Hüttenfeld / Vollbesetzte Herz-Jesu-Kirche

Martinsumzug lockt viele Kinder an

Archivartikel

Hüttenfeld.Am Sonntagabend wurde zu Sankt Martin, wie es in der katholischen Gemeinde in Hüttenfeld üblich ist, eine kleine Andacht gefeiert, bevor die Kinder mit ihren bunten Laternen durch die Straßen zogen. Erstmals begrüßte dabei Pfarrgemeinderätin Jutta Günther die Kinder, Eltern und Großeltern gemeinsam mit dem neuen Lampertheimer Pfarrer Christian Rauch in der Herz-Jesu-Kirche. Das katholische Gotteshaus war bis auf den letzten Platz gefüllt, so dass viele Besucher sogar stehen mussten. Einen solchen Andrang hatten die Organisatoren nicht erwartet.

Roter Mantel geteilt

Das traditionelle Martinsspiel wurde in diesem Jahr von Lotta Feile und Taissia Ehret aufgeführt. Damit alle Kinder den beiden Mädchen zuschauen konnten, durften sie sich nach vorne an den Altarraum setzen. Jutta Günther erklärte dem Publikum, dass der heilige Martin zuerst beim Militär war, ehe sie von den Kindern wissen wollte, was ein Soldat als Ausrüstung benötigt. Schnell wurden Schild, Schwert, Helm und Mantel genannt.

Mit diesen Utensilien wurde Lotta Feile als Sankt Martin ausgerüstet. Während Annette Eder die Geschichte des heiligen Martin vorlas, teilte Lotta ihren roten Mantel mit dem Schwert in zwei Teile und gab Taissia, die den Bettler verkörperte, eine Hälfte ab. Dafür ernteten die jungen Schauspieler großen Applaus von der vollbesetzten Kirche.

Mit einem gemeinsamen Vaterunser, bei dem sich alle Besucher an die Hand nahmen, wurde der kirchliche Teil beendet. Zum Schluss durften Kinder ihre bunten Laternen in die Luft halten, als Zeichen dafür, dass sie wie auch Sankt Martin Gutes in die Welt hinaustragen wollen. Zu dem Lied „Tragt in die Welt nun ein Licht“ zogen Besucher aus der Kirche aus, um den Laternenumzug zu starten.

Glühwein und Kinderpunsch

Angeführt durch die als Sankt Martin verkleidete Michelle Zornmüller auf ihrem Schimmel, erhellten die Kinder die Hüttenfelder Straßen mit ihren farbenfrohen Laternen und zogen die freudigen Blicke der Anwohner auf sich. Die meisten Laternen hatten die Kinder selbst gebastelt und mit ihren Lieblingsmotiven verziert.

In der Hüttenfelder Kinderfeuerwehr wurden in diesem Jahr leuchtende Fackeln aus alten PET-Flaschen gebastelt, mit denen die jungen Feuerwehrleute den Zug begleiteten. Die musikalische Begleitung des Zuges übernahm auch in diesem Jahr ganz traditionell Bruno Ehret mit seinem Akkordeon. Klassische Lieder zum Laternenumzug wie „Ich geh mit meiner Laterne“ und „Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne“ bekamen ganz spontan ein paar zusätzliche Strophen von dem Hüttenfelder Improvisationstalent.

Zurück im Kreuzgang der Kirche erfreuten sich Glühwein und Kinderpunsch bei den Teilnehmern des Umzugs großer Beliebtheit, ebenso wie die für Sankt Martin typischen Weckmänner. Durch die überraschend große Menge an Besuchern waren die Hefeteig-Männchen und die Getränke bald vollkommen vergriffen.

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