Lampertheim

Schulentwicklungsplan Lampertheimer Grundschulen müssen um zwei Züge erweitert werden

Mehr Schüler brauchen mehr Platz

Archivartikel

Lampertheim.Die demografische Entwicklung bringt es mit sich, dass der Kreis Bergstraße den Plan für die Entwicklung seiner Schulen fortschreiben muss. Auch für Lampertheim gilt: Immer mehr Schüler müssen betreut werden. Laut Andreas Kaldschmidt vom Eigenbetrieb Schule und Gebäudewirtschaft des Kreises werden die Schülerzahlen bis 2025 um 200 steigen. Dies bedeutet: Die Lampertheimer Grundschulen in der Kernstadt müssen um insgesamt zwei Züge erweitert werden. Demnach würden die Züge in den drei Grundschulen von zehn auf zwölf steigen.

Betroffen sind hierbei die Schiller-, die Goethe- und die Pestalozzischule. Dabei spielte Kaldschmidt im Stadtentwicklungs-, Energie- und Bauausschuss mehrere Szenarien durch, wie die zusätzlich zwei Züge auf jene drei Grundschulen verteilt werden könnten. Sollte die Goetheschule einen weiteren Zug bekommen – also fünfzügig werden –, bräuchte sie zusätzliches Gelände. Hierbei informierte Kaldschmidt über Gespräche mit der katholischen Pfarrei über eine Nutzung des Jugendheims in der Hagenstraße.

Am schwierigsten gestaltete sich nach den Ausführungen des Eigenbetriebsleiters der Ausbau der dreizügigen Schillerschule, die zum einen denkmalgeschützt ist. Zum anderen müsste sie für einen Anbau auf den Standort des Parkhauses in der Domgasse zugreifen. Sollte diese Option realisiert werden, würde der Kreis im Gegenzug die Sedanhalle zur städtischen Verfügung freigeben. Am leichtesten zu verwirklichen sei der Ausbau der dreizügigen Pestalozzischule, die auch um zwei Züge aufgestockt werden könne. Gleichzeitig kämen weitere Entwicklungen auf die Kommune zu, die höhere Ansprüche an die Förderung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen stellten. Die Schule werde vom „Lernort“ zum „Lebensort“.

Weitere Schulwege

Im Ausschuss lenkte SPD-Fraktionsmitglied Christiane Krotz das Hauptaugenmerk vor allem auf die Nachmittagsbetreuung. Hierfür gelte es, entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen. SPD-Fraktionsmitglied Karl-Heinz Horstfeld vom Sozialausschuss, der zu diesem Tagesordnungspunkt gemeinsam mit dem Bauausschuss tagte, merkte unterdessen an, sollte die geplante Grundschulerweiterung einzig die die Pestalozzischule betreffen, hätten etliche Kinder aus der Innenstadt lange Schulwege zu bewältigen. Laut Andreas Kaldschmidt wird für Schulwege ab einer Entfernung von zwei Kilometern ein Schulbus eingesetzt.

Dies zeigt nach Auffassung von CDU-Fraktionsmitglied Franz Korb, dass die Entscheidung für den neuen Standort der Pestalozzischule falsch war. Bürgermeister Gottfried Störmer informierte indes über Gespräche mit der katholischen Pfarrei über eine schulische Nutzung des Jugendheims. Diese Gespräche seien derzeit „auf Stillstand gesetzt“, da mit dem Amtsbeginn von Pfarrer Christian Rauch eine veränderte Ausgangslage geschaffen worden sei. urs

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