Lampertheim

Mitgliederversammlung Mewola-Baugemeinschaft feiert neues Mehrgenerationenhaus / Gute Bilanz für die Zukunft

Mehrgenerationenwohnen kommt an

Lampertheim.Mit überwiegend positiven Nachrichten begrüßte der Vorsitzende des Vereins Mehrgenerationenwohnen in Lampertheim (Mewola), Frank-Rüdiger Kirschner, seine Mitglieder bei der Jahresversammlung. Zwar seien zwei Wohnungen noch nicht verkauft, aber es liefen Gespräche, die eine positive Entwicklung erwarten lassen. Insgesamt lobte Kirschner die Anlage und zusätzlich ihre hervorragende Infrastruktur, denn vom Kindergarten über Schulen bis hin zu Einkaufsmöglichkeiten sei alles in greifbarer Nähe.

Gelungenes Projekt

Rückblickend bewertete Kirschner das Projekt als gelungen. Besonders das Team habe bei der Umsetzung immer sachlich und kommunikativ zusammengearbeitet. Das Lob gelte von den ersten Entwürfen und Ideen bis zur letztendlichen Gestaltung.

„Wir haben zu keiner Zeit einen Zwist oder Zerfall des Teams gehabt, auch nicht bei Fragen der Geländegröße oder der Ausgestaltung der Anlage“, stellte Kirschner fest. Schon 2013 hatte die Gründungsversammlung stattgefunden. Seitdem kann die Mewola unterstützt von der Stadt Lampertheim im Alten Rathaus tagen. Schon jetzt ist geplant, dass die nächste Versammlung im Frühjahr oder Sommer 2019 im eigenen Besprechungsraum in der fertigen Anlage erfolgen soll.

Man dürfe aber nicht blauäugig sein, wenn man so eine Aufgabe beginnt, gab Kirschner zu bedenken. „Aber wenn man nur die Schwierigkeiten in den Vordergrund stellt, sollte man besser gar nicht anfangen“, schloss Kirschner seine Ausführungen. Auch zweiter Vorsitzende Hans Georg Thierfelder bestätigte in seiner Stellungnahme nicht ohne Stolz, dass der Optimismus des Teams, ein Mehrgenerationenwohnen zu realisieren, zum Erfolg geführt hat.

Brigitte Zeyer verlas anschließend den Kassenbericht, der mit einem leichten Plus abschloss. Auch die Kassenprüfung stellte der Kassiererin ein positives Urteil aus. In der nachfolgenden Aussprache dankte Thierfelder Kirschner für dessen großes Engagement. Helmut Hummel ließ die Versammlung abstimmen über die Entlastung des Vorstands, die einstimmig erfolgte.

Der Geschäftsführer der Pro-Wohngenossenschaft, Manus Geibel, war für die Durchführung des Baus verantwortlich. Er stellte fest, dass sich mit dem Bezug der Anlage neue Organisationsformen bilden müssen. Dazu gehört auch die Hausgemeinschaft. Geibel plädierte für ein Weiterbestehen der Mewola, um als Klammer bei widersprüchlichen Ansichten zu wirken. In der Gesamtabrechnung der Kosten sieht er eine rote Null.

Mitspracherecht bei Vermietung

Ob sich die Idee des Zusammenlebens von mehreren Generationen auch in der Zukunft realisieren lässt? „Ich habe auch gedacht, dass mehr junge Familien zugreifen würden“, räumte Kirschner ein. In Anbetracht heutiger Baukosten sei die ältere Generation nun doch mehrheitlich vertreten.

Zusätzlich betonte er, dass die Wohngemeinschaft ein Mitspra- cherecht habe, wenn Eigentümer ihre Wohnung vermieten. „Die Wohngemeinschaft wird darauf achten, dass dieses Haus den Geist der Ursprungsidee atmet.“

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