Lampertheim

Kultur MIL und „cultur communal“ geben sich britisch

Melodiöses von der Insel

Lampertheim.Für die Besucher fühlt es sich toll an: ein heißer Sommerabend, mitreißende Live-Musik in einem wunderschönen Ambiente und erfrischende Getränke. Rund 270 Musikfans genießen den Sommer in vollen Zügen. In der Reihe Musikkultur haben die Musiker-Initiative Lampertheim (MIL) und „cultur communal“ zum Open-Air-Konzert in den Hof des Heimatmuseums eingeladen. Bei den Musikern rinnt der Schweiß, doch sie meistern den Hitmarathon gut gelaunt: Und ist ein Hemd durchgeschwitzt, wird zum nächsten Bühnenoutfit gegriffen.

Weil das Museum eines der schönsten und ältesten Lampertheimer Fachwerkhäuser ist, bietet es auch für die Musikveranstaltung einen zauberhaften Innenhof. Das Motto des Abends lautet „Best of Great Britain – Rock & Pop von der Insel“. Helmut Wehe, der Lampertheimer Gitarrist und Sänger ist der Projektleiter. Er hat ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt, moderiert durch den Abend und führt die Fans durch die Jahrzehnte der Rock- und Popgeschichte.

Hommage an die Superstars

Die britischen Superstars – wie Freddie Mercury, Elton John und Robbie Williams – sowie Bands wie Beatles, Rolling Stones und Queen haben die Musikszene geprägt. Gerade der Bekanntheitsgrad der Titel ist es, der die Fans erfreut, die fast ausschließlich im reiferen Alter sind. Die gute Stimmung wirkt ansteckend und vor einer bunten Lichterlandschaft drehen die Musiker auf der Bühne zur Bestform auf.

Zu den MIL-Musikern gesellt sich der singende Gitarrist Siggi Groß aus Biblis, das Multitalent Christoph Tischmeyer aus Hockenheim und der Keyboarder Michael Rentschler aus Rheinland-Pfalz. „The Great Pretender“ von Freddy Mercury gehört Christoph Tischmeyer. Der Hockenheimer singt nicht nur klasse, er greift auch zu verschiedenen Instrumenten. Mit seinem Saxofon oder der Querflöte setzt er wirksame Soundeffekte. Siggi Groß erobert mit hervorragendem Gesang und Gitarrenspiel die Herzen der Musikfans. „Still Haven´t Found“ von der irischen Rockband U2 löst „Silence Is Golden“ von den Tremeloes ab.

Als einen Lokalmatador kündigt Helmut Wehe den Lampertheimer Gitarristen Karl Thomas an. Ihm ist der Stones-Titel „Satisfaction“ auf den Leib geschneidert. „Er ist einer der jüngsten MIL-Mitglieder“, sagt der Projektleiter über Heiko Persson. Passend zum Sommerfeeling erobert der Power-Sänger im Hawaiihemd die Bühne und agiert kraftvoll. Schon seine Performance verrät: Er könnte die ganze Welt umarmen, ist Mick Hucknall- sowie Simply Red-Fan und präsentiert deshalb aus dem Debütalbum „Picture Book“ den Song „Haven“.

Der erfolgreiche Song „Sugar Baby Love“ der Gruppe The Rubettes kriecht den Musikfans ins Ohr und animiert sie zum Mitsingen. Jetzt bilden Wehe, Tischmeyer und Groß die Sängerfront. Groß nutzt seine gesanglichen Fähigkeiten und schraubt seine Stimmlage nach oben. Tom Jones‘ „Delilah“ begleitet Tischmeyer am Saxofon – Jubel schlägt den Akteuren entgegen.

Auch die Musiker, die im Hintergrund ihren Platz haben, spielen fabelhaft. Bei „My Generation“, dem Lied aus dem ersten Album der britischen Rockgruppe The Who trommelt der Schlagzeuger Hans-Jürgen Götz enthusiastisch, was das Zeug hält. Der Bassist Hans Heer, der sonst als Fels in der Musikbrandung konsequent und standhaft spielt, ist jetzt völlig losgelöst. „Angels“, der Robbie-Williams-Hit, muss sein. Bei der gefühlvollen Ballade wiegen sich die Besucher hin und her. Wehe dankt Patrick Schneller, der am Mischpult agiert, und Margit Karb, der Vorsitzenden des Heimat-, Kultur- und Museumsvereins für die Nutzung der Spielstätte. roi

Info: Fotostrecke unter morgenweb.de/lampertheim

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