Lampertheim

Ehrenamt Bürgermeister Gottfried Störmer bedankt sich bei 850 geladenen Gästen für soziales Engagement / Unterhaltung und Umtrunk in der Hans-Pfeiffer-Halle

Menschliches Gesicht der Gesellschaft

Lampertheim.„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“ Das Zitat des Kinderbuchautors Erich Kästner bemühte Bürgermeister Gottfried Störmer beim neunten Anerkennungsabend für Ehrenamtliche, den die Stadt Lampertheim am Samstag in der Hans-Pfeiffer-Halle ausrichtete.

Stellvertretend für die Stadtverwaltung bedankte sich Störmer bei den 850 geladenen Gästen für deren Einsatz, im Rahmen dessen sie viel Zeit opferten, um in den verschiedensten sozialen Bereichen wichtige Funktionen auszuüben.

„Sie geben unserer Gesellschaft ein menschliches Gesicht“, sprach Störmer von Herzblut und Einfühlungsvermögen, das die Engagierten einbrächten. Eine Aufrechterhaltung des Vereinswesens, der lokalen Politik und etlicher gemeinnütziger Organisationen wäre ohne sie unmöglich, auch deswegen sei es mehr als angemessen, sich an einem Abend wie diesem daran zu erinnern und „danke“ zu sagen.

Störmer brachte auch zur Sprache, dass sich das Ehrenamt im Wandel befindet. Neue Formen seien in den vergangenen Jahren entstanden, Bürger würden Bürgern in eigenen kleineren Projekten unter die Arme greifen. Als weiteres Beispiel für die Veränderungen nannte er das Aufkommen der Tafeln mit ihren vielen Helfern oder Menschen, die sich in Beiräten für Senioren, Behinderte oder Jugendliche einsetzten.

„Für zahlreiche Menschen ist ihre selbst gewählte Aufgabe im Gemeinwesen auch so etwas wie Selbstverwirklichung“, bat der Bürgermeister die Aktiven darum, Werbung für ihr Tun zu machen und so weitere Gleichgesinnte für karitative Dienste zu gewinnen. Er merkte an, dass dies notwendig sei, da der Bedarf angesichts leerer Kassen und neuer gesellschaftlicher Herausforderungen immer größer werde. Als richtungweisend bezeichnete er die Entscheidung der Bevölkerung im Rahmen der Landtagswahl 2018, als der Schutz und die Förderung des Ehrenamtes mit überwältigender Mehrheit als Artikel 26f in die hessische Landesverfassung aufgenommen wurde.

Da beim Anerkennungsabend stets die Unterhaltung im Mittelpunkt stehen soll, leitete Störmer zum Showteil der Veranstaltung über – den Physikanten. In der folgenden Stunde standen nun Rainer Grünebaum und Klaus Prangenberg sowie Techniker Alex Schmitt im Fokus. „Naturwissenschaft kann Spaß machen“, hätte ihre Botschaft lauten können, denn bei ihnen stand nicht etwa Klamauk auf dem Programm. Ihr interaktiver Auftritt bestand aus Experimenten, die verblüfften und nicht immer ernst gemeint waren.

Spektakuläre Rauchfontänen wurden ins Publikum geblasen, Feuertornados erzeugt. Einige Male mochte man an Zauberei glauben, so zum Beispiel als Grünebaum ein Plastikteil quer über die Bühne durch die Luft schweben ließ. „Macht das nicht zu Hause“, riet er den Minderjährigen unter den Zuschauern, während er Strom durch eine Kette von vier Freiwilligen schickte. Das Erstaunen war ebenso groß wie der Applaus, als Bürgermeister Störmer sich am Ende bei den Physikanten für ihre Darbietung bedankte. Zum Abschluss wurde noch zum geselligen Teil und einem kleinen Umtrunk geladen.

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