Lampertheim

Lessing-Gymnasium 153 neue Sextaner in fünf Klassen eingeschult / Deutlicher Schülerzuwachs gegenüber dem Vorjahr

Mit dem „Hexenlied“ ins neue Zuhause eingezogen

LAMPERTHEIM.Lange hat Osman heute Nacht nicht geschlafen. Um sechs Uhr hat der Wecker geklingelt, länger hätte ihn die Aufregung sowieso nicht schlafen lassen. Schließlich ist heute sein großer Tag. „Darauf hat er sich ein Jahr lang gefreut“, berichtet Mama Hanife Akcesme in der Aula. Mit 152 Gleichaltrigen wird der Hofheimer bei einer kleinen Feier in das Lampertheimer Lessing-Gymnasium (LGL) aufgenommen.

Der erste Tag auf der weiterführenden Schule – für die Kinder ein großer Schritt, der lange geplant sein will. Schließlich werde das LGL nun das „schulische Zuhause“ der Kinder. „Ihr werdet hier neun Jahre und fast so viel Zeit wie daheim verbringen“, sagte Schulleiterin Silke Weimar-Ekdur beim Empfang in der Aula. Man sei sich der großen Verantwortung, welche die Eltern damit der Schule und den Lehrern übertragen, bewusst. „Eine Einschulung wird deshalb nie zur Routine, sondern ist einer der schönsten Tage im Schuljahr“, betonte die Direktorin.

Bei den Aufnahmefeiern – die fünf Klassen wurden auf zwei Veranstaltungen aufgeteilt – machte die Schule auf ihr breites Portfolio aufmerksam . Die Bläser- und Gesangsklassen der sechsten Jahrgangsstufe trugen mehrere Stücke wie das „Hexenlied“ und einen Mitmachsong vor. „Letztes Jahr saßen sie selbst noch dort – beachtlich, was man in einem Jahr alles lernen kann“, sagte Weimar-Ekdur und ermutigte die neuen Schüler, selbst in Arbeitsgemeinschaften aktiv zu werden.

Trend zum Abitur

Insgesamt besuchen 153 neue Fünftklässler das Gymnasium am Altrhein – deutlich mehr als im Vorjahr (126). Das scheint sowohl für die Attraktivität des LGL und den allgemeinen Trend hin zum Abitur zu sprechen. Beim elfjährigen Osman war die Schulwahl schon lange klar. „Er wollte unbedingt aufs LGL, auch wir haben von Verwandten und Freunden nur Positives gehört“, erzählt seine Mutter, nachdem ihr Sprössling von Christof Gutzler aufgerufen wurde. Der Erdkunde- und Sportlehrer wird sein neuer Klassenlehrer. Am meisten freut den Jungen, dass viele seiner Freunde von der Nibelungenschule mit ans LGL gekommen sind. „Vom Gefühl her hat es einfach gepasst“, erklärt seine Mutter. Was für ihn neu ist? „Die Schule ist riesig“, sagt er mit großen Augen. Angst brauche man deshalb aber keine haben, findet Schulleiterin Weimar-Ekdur. Mit einer Geschichte aus der Buchreihe „Miles & Niles“ über den „schlimmsten Schulleiter der Welt“ nimmt die Rektorin den Neuankömmlingen auch die Angst vor der Schulleitung. „Mit dem haben wir keine Gemeinsamkeit“, verspricht sie.

Die meisten Schüler kennen die Einrichtung ohnehin schon von den Schnuppertagen oder AGs an ihren Grundschulen. Auch Elias ist neu am LGL. Er geht künftig in die 5d von Deutschlehrerin Vanessa Mußler-Handschuh. „Angst haben wir keine“, bekräftigt er. Respekt aber haben die meisten. Schließlich, das betont auch Weimar-Ekdur, verlangt das LGL seinen Schülern auch etwas ab. „Wir wollen fördern und fordern, eure Begabungen entdecken und euch bei Schwächen helfen“, so die Schulleiterin. Doch Motivation und Lernbereitschaft müsse jeder mitbringen.

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Südhessen Ticker
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional