Lampertheim

Inthronisation Luisa-Marie Morweiser ins Amt der Bürstädter Sonnenbotschafterin eingeführt / Saskia I. verabschiedet

Mit der Kraft der Sonne etwas anstoßen

Archivartikel

Bürstadt.Die Sonnenstrahlen haben mit der neuen Sonnenbotschafterin Luisa-Marie I. ernsthafte Konkurrenz bekommen. Denn wie diese tanzt die Studentin der Medien- und Kommunikationswissenschaften nur zu gerne im wärmenden Licht des Sterns, der der Erde am nächsten ist, und der das Zentrum unseres Sonnensystems bildet.

Corona-bedingt wurde die 20-Jährige am Freitagabend im Bürgerhaus im Beisein ihrer großen Familie, von Freunden, Hoheiten aus dem Umland und politischen Vertretern in einer stilvollen Zeremonie in ihr zweijähriges Amt eingeführt.

Doch bevor sie mit den Insignien ihres Amtes – Schärpe und Silberkette – ausgestattet wurde, verabschiedeten sich die Versammelten von Vorgängerin Saskia I. Diese hat während ihrer Amtszeit nicht nur 40 Städte und Gemeinden besucht, sondern repräsentierte Bürstadt auch in den Partner- und Freundschaftsstädten Krieglach/Österreich, Wittelsheim/Frankreich, Glauchau/Sachsen und war sogar in Minano in Japan zu Gast. „Unsere Partnerstädte haben sich sehr gefreut“, bestätigte Bürgermeisterin Bärbel Schader. Mit ihrem leidenschaftlichen Engagement, authentisch und gut gelaunt, habe Saskia I. aber auch in ihrer „Wochenendfamilie“ viele neue Freunde gefunden.

Zwei Tanzmariechen

Sichtlich gerührt hielt Lampertheims Spargelkönigin Alina-Sophie I., die wegen Corona noch nicht abgelöst wurde, die Abkrönungsrede. Sie erinnerte an die gemeinsame Wegstrecke, die bereits vor fünf Jahren mit dem Besuch der Oberstufe begann und während beider Amtszeit von vielen gemeinsamen Erinnerung geprägt wurde. Mit lobenden Worten, Geschenken und viel Applaus bedacht, spendete Saskia I. das Fahrgeld aus ihrer mehr als 13 Monaten dauernden Amtszeit der Tafel Bürstadt.

Sie übergab ihr Amt in die Hände von Luisa-Marie Morweiser, mit der sie nicht nur das Engagement im Spiel- und Kulturkreis (SKK) Bürstadt verbindet, sondern auch eine gemeinsame Zeit als Tanzmariechen des Vereins.

Tanzen scheint das Lebenselixier der neuen Sonnenbotschafterin zu sein. So tanzt sie in der SKK-Prinzengarde und trainiert in dem Verein drei Tanzgruppen. Zudem ist sie als Tanzlehrerin in einem Tanzstudio in Lorsch tätig. Mit ihren Geschwistern bringt sie das Publikum bei den SKK-Prunksitzungen zum Lachen. Aus einer wahrlich närrischen Familie stammend – Vater Michael ist SKK-Präsident – begann sie ihre Antrittsrede denn auch in gereimter Form.

Fest entschlossen, neue Wege zu beschreiten, möchte sie Lebensfreude verströmen und als Botschafterin für Bürstadt werben. Zudem hofft sie, während ihrer Amtszeit viele Menschen kennenlernen zu dürfen. Selbst immer in Bewegung, hat sie für ihre Amtszeit das Motto „Die Sonne bewegt“ gewählt. So will sie neue Projekte in ihrer Heimatstadt anstoßen und dabei die Bewohner Bürstadts zum Mitmachen animieren.

Begleitet von ihrer musizierenden Familie, die keine Rechnung an die Stadt schreiben wird, wie Bärbel Schader lachend bemerkte, streifte ihr die Bürgermeisterin die Schärpe der Sonnenbotschafterin über. Auch einen passenden Mundschutz hatte Katja Meier für die strahlende Repräsentantin angefertigt. Mehr Mühe hatte dagegen CDU-Landtagsabgeordneter Alexander Bauer. Mit Mundschutz und Plastikhandschuhen ausgestattet, fiel es ihm sichtlich schwer, die frisch aufpolierte und extra zur Einführung der ersten Sonnenbotschafterin Daniela I. angefertigte Kette Luisa-Marie um den Hals zu legen.

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