Lampertheim

Freizeit Der 21-jährige Pascal Wichert leitet das neue Nachwuchsorchester des evangelischen Posaunenchors in Hofheim

Mit einer Weltreise geht es los

Hofheim.Mit Pascal Wichert als verantwortlichem Dirigenten hat der Hofheimer evangelische Posaunenchor sein Projekt Nachwuchsorchester begonnen. Die erste offizielle Probe fand am Freitagabend im Gemeindehaus statt. Fünf Interessierte waren spontan gekommen, fünf weitere hatten sich ferienbedingt entschuldigt. Mit bis zu 15 Nachwuchsmusikern jeden Alters will Wichert künftig arbeiten.

Der 21-jährige Tenorsaxofonist hat im vergangenen Jahr seine Dirigentenprüfung an der Lucie-Kölsch-Jugendmusikschule Worms abgelegt. Der Hofheimer ist an diesem ersten Probenabend schon frühzeitig da, sortiert Notenmaterial und wirkt sehr gelassen. „Nein, nervös bin ich nicht“, antwortet er nach kurzem Überlegen auf die entsprechende Frage.

Beim jüngsten Kirchenkonzert des Posaunenchores durfte er bereits ein Stück des großen Ensembles dirigieren. Bei Wichert überwiegt die Vorfreude auf das neue Projekt, die Möglichkeit, sich als Dirigent auszuprobieren. Er freut sich über das Vertrauen, das in ihn gesetzt wird. Für den Philosophie- und Französisch-Studenten an der Universität Mainz ist es nach eigenen Aussagen wichtig, dass er diese Erfahrung völlig eigenständig machen darf. Weder der erste Vorsitzende Wolfgang Herbert noch Dirk Hindel, der neue Dirigent des Posaunenchores, sind bei den Proben anwesend.

Wichert geht das Ganze sehr ruhig an, hat klare Vorstellungen. Das fängt schon bei der Sitzordnung an: „Das Holz in die Mitte“, sagt er und meint, dass die beiden Klarinettenspielerinnen zentral Platz nehmen sollen. Daneben auf der einen Seite die beiden Trompeter, auf der anderen die Querflöte. Bereits beim Einspielprogramm werden die unterschiedlichen Ausbildungsstände der Anwesenden deutlich. Wichert bleibt ruhig, lotet das Niveau der einzelnen Musiker aus, hat eine klare Ansprache und erklärt geduldig. Das bleibt auch so, als er das erste Stück „Bless the Lord“ auflegt. Er lässt in Registern üben, die Trompeten in Kombination mit der Flöte, dann die beiden Klarinetten.

Auch für Wiedereinsteiger

Von der Idee her richtet sich das neue Nachwuchsorchester nicht nur an junge Anfänger, sondern auch an Wiedereinsteiger. So könnten sie allmählich ans gemeinsame Spiel herangeführt werden und dem Posaunenchor über kurz oder lang neue Mitspieler zur Verfügung stehen. Bei der Musikauswahl hat der junge Dirigent ebenfalls klare Vorstellungen, will ein breites Spektrum anbieten, in dem sich alle Beteiligten wiederfinden. „Five Continents“, eine kleine musikalische Weltreise mit Melodien von allen Kontinenten, hat er für den Anfang ausgesucht. Gerade rechtzeitig zur ersten Probe kamen die Noten mit der Post an.

Läuft das neue Projekt entsprechend an, kann sich Wichert vorstellen, mit dem Nachwuchsorchester erst einmal in einem Gottesdienst mitzuwirken. Als Termin bereits fest eingeplant ist die Mitwirkung beim Frühjahrskonzert des Posaunenchors 2020. fh

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