Lampertheim

Stadtbücherei Veranstaltung „Es weihnachtet sehr“ mit Gabi Altenbach und Stubenmusik

Mit Frau Holle in der Märchenwelt

Archivartikel

Lampertheim.Bei rund 80 Gästen waren alle Karten für die Veranstaltung „Es weihnachtet sehr“ in der Stadtbücherei ausverkauft. Seit mehr als 15 Jahren organisiert die Lampertheimer Einrichtung zur Eröffnung des Weihnachtsmarktes einen gemütlichen Abend zur Einstimmung auf die Adventszeit. „Ich freue mich, dass es heute so voll ist“, erklärte Bücherei-Leiterin Barbara Burkard bei der Begrüßung.

Dann gingen auch schon die Lichter aus und das Stubenmusik-Ensemble der Musikschule eröffnete das Programm. Über den Abend hinweg begleitete das Ensemble den Märchenabend mit traditionellen und außergewöhnlichen Weihnachtsliedern. Gabi Noe-Müller spielte dabei die Gitarre, während Ursula Egner die Harfe zupfte. Elena Haag musizierte am Akkordeon und Joachim Sum entlockte dem Hackbrett Klänge. Dazu kamen die Gesänge von Monika Raab, Sieglinde Polanski, Sabine Lech und Patricia Deibel. Ulrike Müller, die Leiterin des Ensembles war ebenfalls mit Gesang und an der Blockflöte vertreten.

Im Anschluss an die musikalische Eröffnung betrat Geschichtenerzählerin Gabi Altenbach die Bühne. Die studierte Theaterpädagogin ist in Lampertheim aufgewachsen und wirkte auch vor einem Jahr beim Weihnachtsabend in der Stadtbücherei mit. Nun schlüpfte sie in die Rolle der Bibliothekarin Else Grimm, die ihre Premiere im Jahr 2012 bei einer Veranstaltung in Lampertheim feierte.

„Ich habe ein schönes Programm vorbereitet“, erklärte Else, bevor sie den Zuhörern ein Programm aus internationalen, bekannten und unbekannten Märchen präsentierte. Den Anfang machte ein Märchen der Gebrüder Grimm. Mit viel Humor erzählte die Bibliothekarin die Geschichte von Frau Holle. Ihre freie Erzählung wurde durch ihre lebendige Mimik und Gestik unterstützt, sodass die Gäste gespannt dem Geschehen folgten. Passend dazu erzählte Else Grimm die etwas andere Geschichte von Frau Holle, die in der Nacht zum sechsten Januar mit allen ungetauften Kindern durch die Wälder zieht.

Anschauliche Darstellung

Besonders anschaulich stellte sie dabei die Figuren mit unterschiedlichen Stimmlagen dar, wodurch die Zuhörer tief in die Welt des Märchens tauchen konnten. Im Anschluss daran sangen alle das bekannte Weihnachtslied „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ und wurden dabei vom Stubenmusik-Ensemble begleitet.

Schnell füllte der Gesang die ganze Bücherei aus und brachte zum Beginn der Adventszeit die Weihnachtsstimmung nach Lampertheim. „Vorsicht! Jetzt wird es gruselig“, verkündete Else Grimm plötzlich. Spannend und packend erzählte die Bibliothekarin den Lampertheimern die Geschichte von der blutigen Luzie mit dem langen Messer, die den bösen Kindern in der Lucia-Nacht den Bauch aufschneidet, und verursachte damit Gänsehaut bei ihren Zuhörern. „Auf den Schrecken trinken wir jetzt noch einen“, verkündete Else Grimm daraufhin und griff zum Glühwein, während die Gäste mit Lebkuchen versorgt wurden.

Daraufhin entführte die Geschichtenerzählerin die Gäste nach Sibirien und erzählte die Gesichte vom Mond, der ein Mädchen rauben will und dem Rentier, welches das Mädchen versteckt und somit rettet. Passend dazu spielte das Ensemble das Lied „Der Mond ist aufgegangen“, zu dem die Zuhörer mit ihrem Gesang einstiegen. Das Ende des Abends leitete das norwegische Zaubermärchen „Östlich der Sonne und westlich des Mondes“ ein, bevor Else Grimm ihr Publikum in den Abend entließ.

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