Lampertheim

Jugendförderung Schweiß-Workshop begeistert Jungs

Mit Hitze und Geduld zu kunstvoller Metallblume

Lampertheim."Der Workshop Schweißen ist komplett ausgebucht", hatte Manfred Scholz, Fachdienstleiter Jugendförderung der Stadtverwaltung Lampertheim, zuvor auf Nachfrage mitgeteilt. Ausgebucht bedeutete: Fünf Jugendliche nahmen an diesem beliebten Kurs der Ü-12-Summertime, der von den Technischen Betriebsdiensten der Stadtverwaltung unterstützt wurde, teil. Rasch wurde klar, warum nur fünf teilnehmen konnten: Während ein Jugendlicher schweißte, mussten die anderen Jungs warten.

Keiner der Jugendlichen hatte zuvor schon einmal ein Schweißgerät bedient. Deshalb gab Scholz zunächst eine Einführung in die wichtigsten Regeln. "Am Schweißtisch ist der Arbeitsbereich und hier ist der Wartebereich", legte Scholz in der Halle des Bauhofs fest und stellte für die Wartenden Sitzgelegenheiten auf. Über die Einhaltung der nötigen Schutzvorschriften wachten Scholz und Walter Hahl, Schlosser und geprüfter Schweißer der Technischen Betriebsdienste. Der leitete den Workshop erstmals und gab den Jungen Hilfestellung. Es sei von Vorteil, wenn die Teilnehmer handwerkliches Geschick und Aufmerksamkeit mitbrächten, hatte Hahl im Vorfeld gesagt. Jetzt erklärte er die Technik: "Wir arbeiten hier mit dem MIG-Verfahren." MIG stehe für Metall-Inert-Gas.

Beim Schweißen sei Vorsicht geboten, warnte der städtische Mitarbeiter, und es müsse geübt werden. Deshalb wurde zunächst auch ein Probelauf gestartet, um ein Gefühl für Gerät und Material zu bekommen. Später konnten die Jungen dann eine Blume aus Baustahl herstellen. Das hieß, die verschiedenen Formen aus Blech wurden durch Schweißen miteinander verbunden. Zuerst wurden Blüte und Blätter an den Stiel geheftet, um die metallenen Pflanzenteile in Position zu bringen und dann wurden den kleinen Teilen entsprechend, immer nur kurze Nähte geschweißt.

Schutzausrüstung wichtig

Gutes Schweißen verlange Können und Erfahrung, so Hahl. Und ein gesundes Arbeiten setze eine Schutzausrüstung voraus. Sebastian wollte den Anfang machen und darum wurde ihm zuerst die passende Schutzkleidung gereicht. Schon das Anziehen dauerte eine Weile: eine schwerentflammbare Schweißerjacke, Gamaschen und Schutzschild. Erst dann durfte er zum Brenner greifen. Ohne Berührungsängste legte er los. Die Jungen fanden den Workshop beeindruckend. Am Ende hielten sie freudestrahlend kleine Kunstwerke in Händen, die sie selbst geschaffen hatten. roi

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