Lampertheim

Lukasgemeinde Senioren verabschieden Pfarrer Adam Herbert / Dankeschön in gereimter Form

Mit lustiger Predigt in den Ruhestand

Lampertheim.Einmal im Monat treffen sie sich, die Senioren der Lukasgemeinde in der Notkirche. „Club des Goldenen Alters“ genannt, geht es bei den Treffen auch immer fröhlich zu. Diesmal war in der bis auf den letzten Platz besetzten Notkirche die Stimmung doch etwas gedrückter. Schließlich ging es um die Verabschiedung von Pfarrer Adam Herbert, der seinem Ruhestand entgegensieht.

Herbert habe den Club in seiner 29-jährigen Zugehörigkeit zur Lukasgemeinde jahrelang seelsorgerlich betreut. Auch durch Auftritte hatte er die Senioren unterhalten und begeistert. Selbst die Bütt in der Fastnacht wusste er mit gekonnten Beiträgen zu bereichern.

Jetzt aber war der Moment gekommen, wo Herbert zum letzten Mal am Rednerpult stand und eine kleine Andacht hielt. Nach einem Gebet und dem gemeinsam gesungenen Lied „Geh aus mein Herz und suche Freud“ hielt Pfarrer Herbert eine Predigt auf seine humorvolle Art, die die Senioren immer wieder belustigte. Sein Dekan habe angeordnet, dass er im Ruhestand nichts tun solle, also werde er sich auch nicht mehr in künftige Geschehen einmischen, versprach er. „Es ist besser, man sagt: ’Schade dass du gehst’, als dass gemurmelt wird: ’Der Kerl ist immer noch da’“, meinte er augenzwinkernd.

Schicksalhafte Momente

Die Geschichte von dem Gläubigen, der seine und Gottes begleitende Fußspuren im Sand sieht, aber in seinen schicksalhaften Momenten die von Gott vermisst, hatte der Pfarrer gewählt. Darin erklärt Gott, er habe den Betreffenden in seinen schwersten Zeiten getragen. Auf seinem eigenen Lebensweg habe es viele Begleiter und Unterstützer gegeben, die ihre Fußabdrücke hinterlassen hätten, meinte der scheidende Pfarrer. Er habe die Lebenser- fahrung gemacht, dass der Glaube an Gott nicht fanatisch sein müsse, sondern dass ein frohes und weites Herz auch dazu gehöre. Abschließend meinte Adam Herbert, dass es ihm in Lampertheim große Freude gemacht habe zu wirken. Er bedankte sich bei Allen, die ihn begleitet hätten. „Vielleicht habe ich auch eine kleine Fußspur hinterlassen, dann wäre ich sehr dankbar dafür“, schloß er seine Predigt und seine Abschiedsrede.

Während die Senioren zu Kaffee und Kuchen übergingen, übernahm Dieter Zehfuß vom MGV 1840 mit schöner Stimme den Unterhaltungsteil. Vico Torriani und Freddy Quinn wurden wieder mit ihren Melodien lebendig. So erklang von „Es kommt der Tag“ über die maurische Wüste bis zu „La Paloma“ ein bunter Strauß von Evergreens, der das Publikum zum Mitsingen animierte.

Die offizielle Verabschiedung begann mit einem Dank in gereimter Form, den Dagmar Hackenberg vortrug. Mittlerweile stand schon die Helferschar um Ruth Röhrenbeck zur offiziellen Verabschiedung bereit. Christa Kirchenschläger Inge Kärcher, Anita Frohn, Uschi Albrecht, Maria Beck und Gaby Schneibel brachten einen großen Präsentkorb zur Bühne, Hans Gierlich sprach Dankesworte. „Wir alle werden Sie vermissen“, war der Tenor seiner Ansprache an den Pfarrer. Abschiedsgeschenke wolle er keine, stattdessen solle man für die „Sterntaler“, eine Hilfsorganisation für krebskranke Kinder, spenden. sto

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